Regierung

    US-Regierung kritisiert EU-Geldstrafen gegen Apple und Meta

    Sandra Morgenroth
    Sandra Morgenroth

    USA,

    Die US-Regierung reagiert scharf auf die von der EU verhängten Geldstrafen gegen Apple und Meta. Sie bezeichnet die Massnahmen als «Erpressung».

    apple eu trump strafe
    DIe US-Regierung kritisiert die EU-Geldstrafen gegen Apple und Meta. - keystone

    Die US-Regierung hat die von der Europäischen Union verhängten Geldstrafen gegen die US-Technologiekonzerne Apple und Meta scharf kritisiert. «Zeit online» berichtet darüber.

    Brian Hughes, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, bezeichnete die Strafen als «neuartige Form der wirtschaftlichen Erpressung».

    Diese werde von den USA nicht geduldet. Er forderte ein Ende des «böswilligen europäischen Vorgehens gegen US-Technologieriesen».

    Wettbewerbsverzerrung und Datenschutzverstösse

    Die EU hatte Apple mit einer Strafe von 500 Millionen Euro (rund 471 Millionen Franken) belegt. Meta soll 200 Millionen Euro (rund 189 Millionen Franken) zahlen.

    apple eu strafe logo
    Apple muss eine Strafe an die EU zahlen. (Archivbild) - Depositphotos

    Apple wird Wettbewerbsverzerrung im Zusammenhang mit seinem App Store vorgeworfen, wie «Nachrichtenleicht» meldet.

    Meta soll gegen die Regeln für die Verwendung persönlicher Daten in seinen Onlinediensten Facebook und Instagram verstossen haben. Die Strafen wurden erstmals nach dem Gesetz über digitale Märkte (DMA) verhängt.

    US-Regierung kritisiert EU-Vorgaben als Bedrohung

    Die US-Regierung hatte bereits in der Vergangenheit die EU-Regeln kritisiert. Hughes wiederholte, dass die Vorgaben eine «direkte Bedrohung der freien Zivilgesellschaft» darstellten und Zensur ermöglichten.

    Die Trump-Regierung betrachte die Vorschriften als «Handelshemmnisse». Dies könnte darauf hindeuten, dass sie in den EU-USA-Handelsgesprächen eine Rolle spielen.

    EU-Kommission weist Apple-Kritik der USA zurück

    Die EU-Kommission wies die Kritik aus den USA zurück. Sprecher Thomas Regnier betonte gegenüber «Zeit online», dass es sich bei den Beschlüssen nicht um Vergeltungsmassnahmen handele.

    Die Geldbussen seien keine Zölle im Sinne des Handelsrechts und könnten daher auch nicht als solche betrachtet werden.

    apple eu meta logo
    Die EU verteidigt die Geldstrafen als Teil der Regulierung zur Eindämmung der Marktmacht grosser Technologiekonzerne. (Symbolbild) - Depositphotos

    Auch EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen hatte dies im Gespräch mit «Zeit online» betont. Meta hingegen bezeichnete die Strafe in einem Statement als «milliardenschweren Zoll».

    EU zielt auf mächtige Internet-Gatekeeper ab

    Die EU will mit dem DMA die Marktmacht sogenannter Gatekeeper – also Torwächter – des Internets einschränken. Neben Apple und Meta zählen auch Alphabet (Google), Amazon, Booking.com, ByteDance (TikTok) und Microsoft zu den Gatekeepern.

    Findest du die EU-Geldstrafen gegen Apple und Meta gerechtfertigt?

    Diese Unternehmen unterliegen somit strengeren Regeln, da die EU sie als zu mächtig einstuft und ihnen vorwirft, ihre Marktposition auszunutzen.

    Die Auseinandersetzung zwischen den USA und der EU über die Regulierung von Digitalkonzernen dürfte sich damit weiter verschärfen.

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    Kommentare

    User #1594 (nicht angemeldet)

    ha, ha, ha , wer ist denn der Erpresser?

    User #3058 (nicht angemeldet)

    Wer erpresst denn hier seit seinem Amtsantritt?

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