Ufo startet Urabstimmung bei Lufthansa-Crews
Bei der Lufthansa steigt die Gefahr neuerlicher Streiks. Nach zwei Streikwellen der Piloten machen sich nun die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Kerngesellschaft Lufthansa wie auch der Regionaltochter Cityline bereit für den Arbeitskampf.

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihre Mitglieder zu einer Urabstimmung bis Freitag kommender Woche (27. März) aufgerufen. Man rechne mit einem sehr eindeutigen Ergebnis, erklärte Ufo-Chef Joachim Vázquez Bürger.
Die Gewerkschaft hat bei beiden Gesellschaften bereits Warnstreiks organisiert. Gründe für die Eskalation sind aus Sicht der Gewerkschaft die festgefahrenen Verhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und die weiterhin fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr beendet werden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.
Man habe zunächst den Weg über Gespräche gesucht und die Forderungen jeweils mit Warnstreiks unterstrichen, erklärte Ufo-Verhandlungsführer Harry Jaeger. «Wenn ein Arbeitgeber dennoch stumpf mauert – sei es durch blankes Ignorieren wie bei CityLine, oder durch rigorose inhaltliche Verweigerung wie bei Lufthansa, bleibt einer Gewerkschaft am Ende nur der Schritt, ihre Mitglieder über weitergehende Massnahmen abstimmen zu lassen.»














