UBS meldet Quartalsgewinn von 1,7 Milliarden US-Dollar
Die Schweizer Grossbank UBS übertrifft die Erwartungen und treibt die Integration der Credit Suisse voran – Kosteneinsparungen bei 65 Prozent des Ziels.

Die UBS erzielte im ersten Quartal 2025 einen Reingewinn von 1,7 Milliarden US-Dollar, wie die Bank am 30. April bekanntgab. Damit übertraf sie die durchschnittliche Schätzung von 1,36 Milliarden Dollar deutlich, wie «Reuters» berichtet.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank der Gewinn um 3,6 Prozent. Dies ist auf geringere Zinserträge im Schweizer Privatkundengeschäft zurückzuführen, wie «CNBC» analysiert.
UBS: Kostensenkungen und Integration schreiten voran
Seit der Übernahme der Credit Suisse sparte die UBS insgesamt 8,4 Milliarden Dollar ein. Damit sind 65 Prozent des bis 2026 geplanten Ziels erreicht, wie die Bank mitteilte.

Im ersten Quartal 2025 reduzierte sich die Mitarbeiterzahl um 1'860 Stellen auf 106'789 Vollzeitstellen, wie «SRF» schreibt. Die Integration der IT-Systeme und Kundenkonten soll im zweiten Quartal starten, nach umfangreichen Tests in den letzten Monaten.
Global Wealth Management treibt Erträge an
Im Kerngeschäft der Vermögensverwaltung verzeichnete die UBS einen Nettoneugeldzufluss von 32 Milliarden Dollar, wie «Investing.com» meldet. Die verwalteten Vermögen stiegen auf 6'153 Milliarden Dollar, angetrieben durch starke Leistungen in den USA und Asien.
Die Investmentbank steigerte ihre Erträge um 32 Prozent, insbesondere im Aktien- und Devisenhandel, wie «CNBC» bestätigt.
Schweizer Privatkundengeschäft unter Druck
Das «Personal & Corporate Banking» in der Schweiz verzeichnete sinkende Zinserträge, was den Vorsteuergewinn belastete. Die UBS führt dies auf die Niedrigzinsumgebung zurück, wie SRF berichtet.
Seit der Übernahme wurden 95 ehemalige Credit-Suisse-Filialen mit UBS-Standorten zusammengelegt, sodass nun 195 Geschäftsstellen in der Schweiz existieren.
Ausblick: Trumps Zölle als Risikofaktor
Trotz der robusten Quartalszahlen warnt die UBS vor den Auswirkungen von US-Zöllen auf den globalen Handel, wie «Reuters» schreibt. CEO Sergio Ermotti betonte in der Mitteilung, man sei zur weiteren Umsetzung der Integration entschlossen.
Die Bank bekräftigte ihre Ziele, bis 2026 eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent und eine Kosteneffizienzquote unter 70 Prozent zu erreichen.