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    UBS: Kunden machen hohe Verluste mit exotischen Finanzprodukten

    Juli Rutsch
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    Viele Kunden der UBS erleiden wegen Nachschusspflichten bei Devisenderivaten hohe Verluste. Der Absturz an den Börsen trifft vor allem exotische Finanzprodukte.

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    Verluste bei Devisenderivaten treffen UBS-Kunden hart. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

    Zahlreiche Kunden der UBS haben in den vergangenen Wochen massive Verluste mit sogenannten RTPF-Produkten erlitten. Diese Derivate galten lange als renditestark, solange die Währungskurse stabil blieben.

    Doch nach heftigen Marktbewegungen mussten viele Anleger plötzlich hohe Nachschüsse leisten, wie «Inside Paradeplatz» berichtet. Die Verluste können das ursprünglich eingesetzte Kapital um ein Vielfaches übersteigen.

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    Die Kunden der UBS, die auf exotische Produkte gesetzt haben, müssen jetzt hohe Verluste hinnehmen. - Keystone

    Besonders betroffen sind laut dem Bericht vermögende Privatkunden, die auf Empfehlung von Beratern der UBS diese komplexen Produkte kauften.

    Funktionsweise und Risiko der exotischen Finanzprodukte

    Die betroffenen Derivate – oft mit Kürzeln wie TARF oder RTPF bezeichnet – versprechen regelmässige Auszahlungen. Sie funktionieren jedoch nur, solange sich die Wechselkurse innerhalb einer festgelegten Bandbreite bewegen.

    Sobald diese Grenzen überschritten werden, drohen den Anlegern erhebliche Verluste. Im aktuellen Marktumfeld haben sich die Kurse so stark bewegt, dass viele Kunden unerwartet hohe Nachschüsse leisten mussten.

    Hast du dein Geld schon einmal einem exotische Produkt einer Bank anvertraut?

    Laut «Inside Paradeplatz» wurden in Einzelfällen bis zu 30 Prozent des Vermögens in wenigen Tagen vernichtet.

    Experten und Regulatoren warnen vor komplexen Produkten

    Experten warnen seit Jahren vor den Risiken solcher exotischen Finanzprodukte. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht betont, dass Anleger die Funktionsweise und die möglichen Verluste genau verstehen sollten.

    Die Nachschusspflicht kann dazu führen, dass Verluste das investierte Kapital deutlich übersteigen. Die Schweizer Gesetzgebung verlangt, dass Banken ihre Kunden umfassend über die Risiken informieren.

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    Die UBS hat jetzt mit einem Vertrauensverlust bei seinen Kunden zu rechnen. - sda - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

    Dennoch zeigt der aktuelle Fall der Kunden der UBS, dass viele Anleger die Gefahren unterschätzt haben. Die Diskussion über die Verantwortung der Banken und die Aufklärung der Kunden ist neu entflammt.

    UBS und der Vertrauensverlust

    Die UBS sieht sich nun mit enttäuschten Kunden und einer Vertrauenskrise konfrontiert. Die Bank betont, dass sie ihre Kunden weiterhin unterstützen und eng begleiten wolle.

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    Kommentare

    User #4386 (nicht angemeldet)

    Vor 20 Jahren haben wir einem CS Berater vertraut und unser Geld damals in ECU investiert, nach 5 Jahren war das Geld weg 🧐

    User #1158 (nicht angemeldet)

    Egal, das Geld wird ja nicht vernichtet, sondern nur umverteilt. Beim Kühlschrankkauf wird tagelang recherchiert und verglichen – bei Finanzprodukten hingegen wird das Ersparte blind einer Bank überlassen, in der Hoffnung, dass sie es vermehren. Ein Trugschluss. Jeder sollte die Verantwortung für sein Geld selbst übernehmen.

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