Türkei will russische S 400 Raketen in eigener Währung bezahlen

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    Istanbul und Moskau haben sich darauf geeinigt, dass das russischen Luftabwehrraketen S-400 in Rubel und Lira bezahlt wird.

    Die Inflation in der Türkei erreichte im Oktober ein 15-Jahres-Hoch von 25,24 Prozent.
    Die Inflation in der Türkei erreichte im Oktober ein 15-Jahres-Hoch von 25,24 Prozent. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland und die Türkei fordern seit langem, sich unabhängig vom Dollar zu machen.
    • Die OIC rief auf, für den bilateralen Handel verstärkt die Landeswährungen zu benutzen.

    Ankara und Moskau haben vereinbart, den Kauf der russischen Luftabwehrraketen S-400 in den Landeswährungen zu begleichen. «Wir haben eine Vereinbarung getroffen, dass dies in Rubel oder türkischen Lira bezahlt wird», sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan heute Donnerstag vor seinem Abflug zum G20-Gipfel in Buenos Aires. Beide Länder fordern seit langem, sich unabhängig vom Dollar zu machen, der bisher den Welthandel dominiert.

    So sagte Russlands Präsident Wladimir Putin am Mittwoch, dass es für die russische Wirtschaft unumgänglich sei, sich unabhängig vom Dollar zu machen. Erdogan fordert regelmässig, dass der Handel der Türkei in Lira abgewickelt werde. Am Mittwoch rief er die Mitglieder der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) in Istanbul auf, für den bilateralen Handel verstärkt ihre Landeswährungen zu benutzen, um unabhängig vom Dollar zu werden.

    Die Entscheidung der Türkei zum Kauf der S-400-Raketen ist bei den Nato-Partnern auf scharfe Kritik gestossen und hat die Sorge verstärkt, dass sich Ankara vom Westen abwendet. Insbesondere die USA warnen, dass die S-400 nicht mit den Nato-Systemen kompatibel seien und Russland Zugang zu Informationen über Nato-Flugzeuge bekommen könnte. Laut Erdogan sollen die Raketen bis Ende kommenden Jahres geliefert werden.

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