Tamedia

    Tamedia-Mitarbeitende in der Romandie wehren sich gegen Kürzungen

    Keystone-SDA
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    Lausanne,

    Die Mitarbeitenden von Tamedia in der Westschweiz prangern den neuen Personalabbau an, den der Zürcher Verlag am Montag für alle seine Titel angekündigt hat. Sie fordern die Geschäftsleitung auf, auf Entlassungen zu verzichten. Ausserdem überlegen sie, wie sie sich mobilisieren können.

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    Tamedia gehört auch zu der TX-Group. - sda - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

    Die Redaktionsmitglieder kamen am Dienstag zu einer Generalversammlung zusammen, einen Tag nach der Ankündigung, dass in der Schweiz 41 Mitarbeitende entlassen werden, davon 13 in Lausanne und Genf. Diese «erhebliche Zahl» entspreche fast zehn Prozent der französischsprachigen Belegschaft des Unternehmens («24 Heures», «La Tribune de Genève», «Le Matin Dimanche», «Femina», «Bilan», Digital, Print und Visual Desk), wie aus einer Pressemitteilung vom Mittwoch hervorgeht.

    An der Generalversammlung sprachen sich die Redaktionsmitglieder einstimmig gegen diesen erneuten Stellenabbau aus, der nur vier Tage nach Ablauf eines im Jahr 2024 vereinbarten Moratoriums für Entlassungen beschlossen wurde. Damals seien in der Westschweiz 25 Stellen gestrichen worden, wurde in der Mitteilung festgehalten.

    Die erneuten Kürzungen hätten «verheerende Folgen» für die Titel. Die betroffenen Redaktionen kritisieren auch den Einsatz von KI und Automatisierung. Diese Technologien könnten zwar nützlich sein, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern, doch das Unternehmen nutze sie auch, «um den Menschen zu verdrängen». Zudem veröffentlichten die Zeitungen zunehmend Artikel, die nicht vor Ort recherchiert worden seien, einfache Übersetzungen oder Beiträge aus dem Ausland, die manchmal kaum auf die lokalen Gegebenheiten abgestimmt seien.

    All dies zehre an den Kräften der Mitarbeitenden, die nun «ihre Wut, ihren Groll und ihre Frustration» zum Ausdruck bringen würden. Es sei «inakzeptabel, dass diejenigen, die keine Mühen gescheut haben, um qualitativ hochwertigen Journalismus zu liefern, entlassen werden, während die Führungskräfte, die sie in die Sackgasse geführt haben, im Amt bleiben».

    Tamedia gehört zur TX Group. Diese verfüge über genügend Mittel, um in den Journalismus zu investieren. Die Belegschaften fordern die Geschäftsleitung von Tamedia und den Verwaltungsrat der TX Group auf, auf die Entlassungen zu verzichten und einen transparenten Dialog über die Zukunft des westschweizer Journalismus zu führen.

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    Kommentare

    User #4638 (nicht angemeldet)

    Verstehe die Aufregung nicht. Supino sagte vor einigen Monaten im Interview, 80% wird mit KI generiert. Wieso also nicht viele Journalisten entlassen und die KI die Jobs machen lassen. KI ist unpolitisch, viele Journalisten nicht. Wir brauchen neutrale Berichterstattung. Das Ende des klassischen Journalismus' ist eingeläutet. Gut so.

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