Swiss sieht langfristig keine Perspektive für A220 in der Flotte

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Swiss sieht langfristig keine Perspektive mehr für den Airbus A220 in ihrer Flotte. Die Airline will den kleinsten Flugzeugtyp A220-100 bis Ende nächsten Jahres ausser Betrieb nehmen. Und das Ende der grösseren Variante A220-300 steht mittelfristig ebenfalls an.

    A220
    Der Swiss Airbus A220 HB-JCD, rechts, beim durchstarten nach dem ersten Landeanflug nach einem Flug aus Graz am Flughafen Zürich Kloten, am Donnerstag 9. Januar 2025 in Zürich Kloten. - keystone

    Nachdem die Swiss vor einem Jahr wegen der Probleme mit der Triebwerkswartung und dem Ersatzteilmangel die Reissleine bei der A220-100 gezogen hatte, werden mittlerweile zwei der insgesamt neun Maschinen als Ersatzteillager für die restliche Flotte ausgeschlachtet.

    Drei weitere Flugzeuge sind schon oder werden gerade ausgeflottet, um die Triebwerke für andere Maschinen nutzen zu können, wie Finanzchef Dennis Weber am Dienstag in einer Telefonkonferenz zum Neun-Monatsergebnis erklärte. «Die verbleibenden vier Flugzeuge werden noch im Sommerflugplan 2027 für uns in Betrieb sein.»

    Die 21 Maschinen der grösseren Variante A220-300 sollen auf jeden Fall weiter in Betrieb bleiben. Allerdings denkt die Swiss auch bei diesen über das Ende nach. Denn man wolle die Komplexität der Europaflotte reduzieren, also auch die A220-300 ausser Betrieb nehmen, sagte Weber: «Da sprechen wir aber über die 2030er Jahre.»

    Denn unterschiedliche Flottentypen bedeuten auch immer einen höheren Trainingsaufwand für das fliegende Personal und die Mechaniker. Zudem brauche man mehr Ersatzteile, was die Wartung aufwendiger mache, sagte Weber weiter. Und die Swiss beabsichtige die Reduktion der Flottenkomplexität.

    Es gebe diverse Überlegungen, wohin denn die A220-300 gehen könnten. «Sie sind auf jeden Fall noch nicht in einem Alter, wo sie ausgeflottet werden müssten», sagte Weber: «Die können noch weiter betrieben werden.» Es stelle sich die Frage, ob anderswo im Lufthansa-Konzern oder bei anderen Airlines.

    «Das müssen wir uns mittel- und langfristig anschauen», sagte der Swiss-Finanzchef weiter. Gegebenenfalls würde man prüfen, weitere Airbus A320 dazuzunehmen.

    Auch bei der Langstreckenflotte ist die Swiss mit mehreren Typen unterwegs. Zunächst würden die Airbus A340 ausser Dienst genommen. Auch die A330, die derzeit eine neue Kabine erhielten würden «auch nicht unendlich lang für uns fliegen», sagte Weber.

    Erst danach sei die Reihe an der Boeing 777. Diese sei aber bei den Triebwerken zuverlässiger als gedacht. Die B777 «ist das absolute Rückgrat unserer Langstreckenflotte. Wir werden die Triple Seiten noch sehr lange bei uns haben.», sagte der Finanzchef.

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