GC: Ex-Goalietrainer Jörg Stiel hat jetzt Job in China
Bis 2025 war Jörg Stiel Goalietrainer bei GC. Jetzt arbeitet der frühere Nati-Goalie in Peking und kümmert sich um alle Torhüter von Beijing Guoan.

Das Wichtigste in Kürze
- Der frühere GC-Goalietrainer Jörg Stiel arbeitet seit Juli bei Beijing Guoan.
- Der Ex-Nati-Goalie bildet in Peking auch die Goalietrainer aus.
- Nach seinem Abgang bei GC ging Jörg Stiel zuerst auf Weltreise.
Nach seinem Abgang bei GC im Mai 2025 geht Jörg Stiel erst einmal auf Weltreise. Danach kehrt er nicht in die Schweiz zurück. Seit Juli arbeitet der 58-Jährige in China.

Bei Beijing Guoan ist Stiel «Head of Goalkeeper». Er betreut nicht nur die Torhüter der ersten Mannschaft. Er bildet auch die Goalietrainer aus und behält den Nachwuchs im Auge.
Von GC nach Peking
Die Idee dahinter erklärt Stiel bei SRF. Als reiner Goalietrainer, wie es Stiel bei GC war, würde er zu wenig bewirken. «Es hat keine Abfärbung auf die Stufen weiter unten, keine Abfärbung auf den Verein.»

Darum entscheidet er mit Sportvorstand Matthias Brosamer, dass er eine grössere Rolle übernimmt. Der Deutsche ist froh über seinen Neuzugang. «Darüber hinaus ist er natürlich auch eine Persönlichkeit. Es ist toll, ihn hierzuhaben», sagt Brosamer.
Ganz ohne Schweizer Bezug ist Stiel in Peking nicht. Bei Beijing Guoan spielt auch Chadrac Akolo, der früher beim FC St.Gallen unter Vertrag stand. Sportlich läuft es dem Klub gut, in der Chinese Super League liegt er aktuell auf Rang 3.
Übersetzungs-App im Training
Ab und zu steht Stiel auch selbst auf dem Platz. Holt er sich einen Goalie ins Einzeltraining, wird die Sprache zum Problem. Oft hilft eine Übersetzungs-App auf dem Handy. Der Aargauer lernt aber fleissig Chinesisch, erste Sätze kann er bereits.
Mit seiner Frau wohnt Stiel direkt neben dem Stadion, mitten in der Stadt. In seiner Freizeit erkundet er Peking mit dem Velo. Vor seinem Engagement war er noch nie in China.
Inzwischen fühlt er sich dort wohl. «Ich würde sicher gerne noch ein, zwei Jahre hier bleiben. Und wer weiss schon, was danach kommt?»












