Stadler Rail

    Stadler Rail wird von Cyberkriminellen angegriffen

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Weinfelden,

    Stadler Rail ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Eine Hackergruppe fordert zehn Millionen Franken Lösegeld, der Zugbauer lehnt die Zahlung ab.

    Stadler Rail
    Die Stadler-Rail-Aktie profitiert von den starken Halbjahreszahlen und den bestätigten Jahreszielen. (Archivbild) - keystone

    Der Thurgauer Zughersteller Stadler Rail ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Die Attacke ereignete sich Mitte Juli 2026 über eine Datenaustauschplattform mit einem Zulieferer.

    Die Angreifer verschafften sich dort unbefugt Zugang zu Daten. Die internen IT-Systeme von Stadler blieben laut der «Swissinfo» jedoch unversehrt.

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    Sicherheitsrelevante oder personenbezogene Informationen seien nicht gestohlen worden. Auch die weltweite Produktion des Zugbauers läuft nach Unternehmensangaben weiterhin normal.

    Hackergruppe Everest fordert Millionenbetrag

    Hinter dem Angriff soll die russischsprachige Hackergruppe Everest stehen. Die Cyberkriminellen verlangen von Stadler ein Lösegeld in Höhe von zehn Millionen Franken.

    Betroffen seien technische Informationen eines Zulieferbetriebs, berichtet die «Bluewin». Diese Daten seien nicht sicherheitsrelevant und würden keine Informationen zu eingesetzten Schienenfahrzeugen enthalten.

    Die Täter griffen nicht direkt die Computersysteme von Stadler an. Stattdessen nutzten sie eine Plattform, die das Unternehmen gemeinsam mit einem Zulieferer für den Datenaustausch verwendet, schreibt das «SRF».

    Stadler reicht Strafanzeige ein

    Stadler lehnt die Lösegeldforderung ab und will den geforderten Betrag nicht bezahlen. Das Unternehmen teilte mit, dass keine Zahlung an die Cyberkriminellen erfolgen werde.

    Nach dem Angriff hat der Schweizer Hersteller von Schienenfahrzeugen bei der Kantonspolizei Thurgau Strafanzeige eingereicht. Die zuständigen Behörden wurden über den Vorfall informiert, wie das «SRF» berichtet.

    Cyberangriff angriff
    Der Angriff kommt nicht mit Waffen, sondern mit Fake-Videos – wie Russland versucht, die deutschen Landtagswahlen zu unterwandern. (Symbolbild) - keystone

    Der Zugbauer betont, dass es keine Auswirkungen auf die laufenden Produktionsprozesse gibt. Die Herstellung von Fahrzeugen für den internationalen Markt wird nach aktuellem Stand fortgeführt.

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    Kommentare

    User #4907 (nicht angemeldet)

    Ja klar, er lehnt die Zahlung ab, aber wird schlussendlich trotzdem blechen, nur, dass darf man des Stolzes wegen in den Medien natürlich nicht erwähnen!

    User #6531 (nicht angemeldet)

    Hat Spuhler sichere, wechselnde Passwörter und doppelte Absicherung?

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