Cyberkriminelle werden effizienter - unterstützt von KI
Das Risiko von Cyberkriminalität nimmt zu, denn die Täter werden immer raffinierter. Möglich macht das unter anderem KI, wie eine neue Studie zeigt.

KI-gestützte Cyberkriminalität entwickle sich zu einem «professionellen Ökosystem», heisst es in einer Analyse des japanischen Cybersicherheitsanbieters Trend Micro. Unter anderem setzten Cyberbetrüger mittlerweile vermehrt auf Services, die «ohne Spezialwissen gemietet, wiederverwendet und skaliert werden können».
Konkret können Kriminelle demnach ihre Methoden durch KI verfeinern und so auch Kosten sparen. Damit werden ihre Betrugsmaschen wie Malware oder Deepfakes effizienter.
Auf einen solchen Betrug ist kürzlich etwa ein Geschäftsinhaber aus dem Kanton Schwyz hereingefallen. Dieser verlor mehrere Millionen Franken, nachdem sich Cyberkriminelle telefonisch als ein Geschäftspartner ausgegeben hatten. Sie manipulierten die Stimme dabei mit einer KI-Software.
Die zunehmende Professionalisierung der KI-Kriminalität dürfte laut der Studie weitergehen. «Für 2026 zeichnet sich kein radikaler Umbruch ab, sondern eine schleichende, kontinuierliche Entwicklung», wird Experte David Sancho zitiert. Das grösste Risiko liege nicht in einem «sprunghaften Anstieg der Fähigkeiten der Angreifer», sondern «in der Normalisierung KI-gestützter Kriminalität».
In der Studie «Criminal AI in 2025: The Year the Underground Went Pro» hat Trend Micro analysiert, wie Cyberkriminelle KI zum Jahreswechsel einsetzten. Grundlage waren Auswertungen von Untergrunddiensten, Malware-Samples und aktiven Angriffskampagnen.






