Stadler Rail ernennt Philipp Brunner zum neuen Konzernchef
Stadler Rail ernennt Philipp Brunner zum neuen Konzernchef. Der 42-Jährige übernimmt Anfang 2027 die operative Führung.

Stadler Rail vollzieht Anfang 2027 einen Wechsel an der Konzernspitze. Philipp Brunner übernimmt am 1. Januar die operative Führung des Zugbauers, wie die «FuW» schreibt.
Der 42-Jährige folgt auf Markus Bernsteiner, der den Konzern seit Anfang 2023 führt. Bernsteiner will sich künftig stärker auf Verwaltungsratsmandate konzentrieren, wie die «Cash» berichtet.
Der Wechsel sei bei Stadler Rail von langer Hand vorbereitet worden. Mit Brunner setzt das Unternehmen auf einen langjährigen Manager aus den eigenen Reihen.
Brunner kennt Stadler Rail seit 2010
Brunner stiess 2010 zu Stadler Rail und gehört seit 2021 der Konzernleitung an. Zuvor studierte er Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen und absolvierte einen MBA an der ETH Zürich.
Seine Karriere beim Zugbauer begann als Projektleiter in Indien. Danach übernahm er in Algerien den Aufbau eines Wartungsstandorts, bevor er ab 2012 das Werk in Minsk aufbaute.
Ab 2016 führte Brunner den Standort als CEO und entwickelte ihn zu einem der erfolgreichsten Unternehmen innerhalb der Stadler-Gruppe. Wegen internationaler Sanktionen wurde das Werk inzwischen stark heruntergefahren.
Brunner folgt auf Bernsteiner nach schwierigen Jahren
Heute leitet Brunner die Division Zentraleuropa und seit Januar 2026 interimistisch auch die Division Deutschland. Er hat das Geschäft in Zentraleuropa mit über 2600 Mitarbeitenden ausgebaut und profitabel gemacht.
Markus Bernsteiner arbeitet seit 1999 für Stadler und hatte verschiedene Führungspositionen im Unternehmen inne. Dazu gehörten unter anderem die Leitung des Werks Bussnang und der Division Schweiz.
Seine Amtszeit als Konzernchef war von mehreren Belastungen geprägt. Dazu zählten laut der «Plattform J» die Folgen der Pandemie, der Ukraine-Krieg, Überschwemmungen und unterbrochene Lieferketten.
Bernsteiner sieht Stadler auf besserem Profitabilitätskurs
Im ersten Halbjahr 2026 steigerte Stadler den Umsatz um 40 Prozent auf 2 Milliarden Franken. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern weiterhin mehr als 5 Milliarden Franken Umsatz und eine EBIT-Marge von über 5 Prozent.
Gegenüber der «Cash» erklärte Bernsteiner, er habe sich eine stärker strategisch ausgerichtete Tätigkeit gewünscht. Gleichzeitig habe er die bestehenden Herausforderungen zunächst bewältigen wollen.

Bernsteiner erklärte, er habe die bestehenden Herausforderungen vor seinem Rücktritt noch bewältigen wollen. Nun existiere eine «saubere Basis» und «das Fundament für eine höhere Profitabilität ist gelegt».
Bernsteiner richtet Fokus auf Verwaltungsratsmandate
Für Bernsteiner stehen nach seinem Ausscheiden insbesondere Verwaltungsratsmandate im Vordergrund. Konkrete Mandate habe er bislang noch keine, Gespräche darüber seien jedoch bereits im Gang.
Auch die Zusammenarbeit mit Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler würdigte Bernsteiner positiv. Spuhler habe ihm trotz seiner starken Stellung im Unternehmen den nötigen Spielraum gelassen, sagte Bernsteiner gegenüber der «Cash».
Die Nachfolge für Brunners bisherige Funktionen in den Divisionen Zentraleuropa und Deutschland ist laut der «Plattform J» weit fortgeschritten. Die Namen der neuen Divisionsleiter will Stadler zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.












