Stadler Rail – Auftragsbestand erreicht Rekordwert
Stadler Rail steigert Umsatz und EBIT im ersten Halbjahr deutlich. Der Auftragsbestand erreicht mit 33,3 Milliarden Franken einen Rekordwert.

Stadler Rail hat im ersten Halbjahr 2026 seine Geschäftsentwicklung deutlich beschleunigt. Der Umsatz erreichte 1,96 Milliarden Franken und lag damit 40 Prozent über dem Vorjahreswert.
Das operative Ergebnis entwickelte sich ebenfalls deutlich. Laut der «Finanztrends» verdoppelte sich das EBIT auf 79,5 Millionen Franken, während die EBIT-Marge von 2,6 auf 4,0 Prozent stieg.
Besonders stark entwickelte sich der Auftragsbestand des Schweizer Zugherstellers. Die «Börse Global» beziffert ihn zum Halbjahresende auf 33,3 Milliarden Franken.
Auftragseingang steigt deutlich
Auch beim Auftragseingang verzeichnete Stadler Rail eine kräftige Steigerung. Dieser erhöhte sich im ersten Halbjahr um 60 Prozent auf 2,738 Milliarden Franken.
Die «Finanztrends» schreibt ebenfalls von einem Auftragseingang von rund 2,7 Milliarden Franken. Der hohe Bestand an laufenden Bestellungen bildet damit einen wichtigen Bestandteil der aktuellen Geschäftsentwicklung.
Weitere Bestellungen kamen im August hinzu. Die «Börse Global» verweist auf einen Auftrag der Freiburgischen Verkehrsbetriebe über 13 FLIRT-Evo-Triebzüge für 117 Millionen Franken.
Weitere Aufträge und operative Fortschritte
Auch international konnte Stadler Rail neue Geschäfte verbuchen. Die «Finanztrends» nennt unter anderem einen Auftrag über 45 Hybridlokomotiven aus Kanada.
Zudem meldete das Unternehmen die Inbetriebnahme von neun TINA-Strassenbahnen in Gera. Das Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von rund 49 Millionen Euro.
Die «Ad-hoc-News» verweist ausserdem auf die Auslieferung des ersten FINK-Zugs. Ein Grossauftrag für Hybrid-Lokomotiven hatte zuvor ebenfalls für Aufmerksamkeit gesorgt.
Stadler-Rail-Aktie mit deutlichem Kursanstieg
Die positive operative Entwicklung schlug sich zuletzt auch am Aktienmarkt nieder. Laut der «Ad-hoc-News» fiel die Aktie am Freitag allerdings um 4,2 Prozent auf 32,22 Euro.
Der Rückgang folgte auf ein neues 52-Wochen-Hoch. Gleichzeitig lag die Stadler-Rail-Aktie seit Jahresbeginn noch 49 Prozent im Plus.

Bei den Analysten fielen die Reaktionen unterschiedlich aus. Die «Finanztrends» berichtet, dass Citigroup und Vontobel ihre Kursziele jeweils auf 30 Franken anhoben.
Betriebskredit bei Stadler Rail wird erhöht
Neben Umsatz und Auftragsbestand rückt auch die finanzielle Situation stärker in den Mittelpunkt. Die «Börse Global» schreibt von einer Erhöhung des kurzfristigen Betriebskredits von 90 auf 125 Millionen Franken.
Als Gründe nennt das Medium unter anderem einen negativen Cashflow und die Finanzierung der Dividendenzahlung. Parallel dazu setzt Stadler Rail ein Effizienzprogramm am Standort Berlin fort.
Am 15. September steht zudem der Capital Markets Day auf der Agenda. Der «Finanztrends» zufolge will Stadler Rail dort die Strategie 2030 und mittelfristige Finanzziele vorstellen.











