Franken

Franken nach US-Ankündigung deutlich stärker

Keystone-SDA
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Zürich,

Der Schweizer Franken hat am Mittwochnachmittag plötzlich deutlich an Wert gewonnen – zum US-Dollar, aber auch zum Euro. Der Hauptgrund ist eine Ankündigung des US-Finanzministeriums.

Die Ankündigungen für verstärkte Käufe von US-Staatsanleihen haben den US-Dollar deutlich unter Druck gesetzt und im Zuge auch den Franken gestärkt. (Symbolbild)
Die Ankündigungen für verstärkte Käufe von US-Staatsanleihen haben den US-Dollar deutlich unter Druck gesetzt und im Zuge auch den Franken gestärkt. (Symbolbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Der Dollar/Franken-Kurs fiel von über 0,81 auf leicht unter 0,80, der Euro/Franken-Kurs von über 0,94 auf bis zu 0,9323. Händler sprachen primär von einer Dollar-Schwäche. Ausgelöst worden sei diese vom US-Finanzministerium, welches die Rückkäufe langlaufender Anleihen deutlich erhöhen will.

Die Zinsen für US-Staatsanleihen sind nach der Ankündigung unmittelbar deutlich zurückgekommen. Dadurch werden US-Anleihen für Anleger weniger attraktiv und die Geldströme fliessen vermehrt in andere Länder oder Anlageklassen, was den Dollar unmittelbar schwächte. Kurz nach der Ankündigung stieg daher auch der Goldpreis um mehr als 100 Dollar auf nun knapp 4500 Dollar je Unze an. Auch der Bitcoin kletterte fast wieder auf 70'000 Dollar und steht damit so hoch wie seit Anfang Juni nicht mehr.

Der Schritt des Finanzministeriums signalisiere Besorgnis über den anhaltenden Ausverkauf am Anleihenmarkt, der die Renditen für 30-jährige Anleihen auf den höchsten Stand seit 2007 getrieben hatte. Der zuletzt deutliche Anstieg der Renditen hatte Sorgen an den Finanzmärkten ausgelöst.

Auch zum Euro stärker

Dass der Franken sich auch gegenüber dem Euro verteuerte, habe ebenfalls mit dieser Ankündigung zu tun, hiess es am Markt. So hatte sich der Franken die letzten Wochen eher von seiner schwachen Seite gezeigt. Die US-Ankündigung sei daher nur als Katalysator zu verstehen, der nun zu einer Gegenbewegung geführt habe, sagte ein Händler zur Nachrichtenagentur AWP. So habe vor allem die grosse Zinsdifferenz zu den USA und zur Eurozone zuletzt eher den Franken unter Druck gesetzt.

Zudem könnte auch die Rolle des Franken als «sicherer Hafen» eine Rolle spielen. So hat der Iran mit Angriffen auf europäischem Boden gedroht, was für Verunsicherung sorgt und Anleger eher in Krisenwährungen wie den Franken treibt. Es könne daher insgesamt weniger von einer wirklichen Frankenstärke gesprochen werden, als vielmehr von einer Mischung von verschiedenen Faktoren, die dem Franken zugute kommen, so ein Händler weiter.

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