St. Galler Acrevis Bank kürzt nach Gewinnrückgang die Dividende
Die Acrevis Bank mit Sitz in St. Gallen hat im vergangenen Geschäftsjahr die Rückkehr zur Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank gespürt und weniger verdient. Die verwalteten Kundengelder stiegen weiter an. Dennoch soll die Dividende von 40 auf 38 Franken je Aktie gekürzt werden.

Konkret sank der Gewinn um 4,1 Prozent auf 21,6 Millionen, der Geschäftserfolg ging etwas stärker um 5,8 Prozent auf 29,6 Millionen Franken zurück, wie die Regionalbankengruppe am Freitag mitteilte.
Der Brutto-Zinserfolg reduzierte sich um gut zwölf Prozent auf 46,7 Millionen Franken, vor allem wegen des Rückgangs beim Zins- und Diskontertrag, der um ein Viertel auf 59,1 Millionen Franken zurückging. Dies habe nicht vollständig durch den ebenfalls gesunkenen Zinsaufwand kompensiert werden können. Letzterer halbierte sich fast auf 14,1 Millionen Franken.
Anders als das Zinsgeschäft habe der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft um 6,5 Prozent auf 27,1 Millionen Franken zugenommen. Das gesamte Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sei um 5,5 Prozent auf 28,8 Millionen gewachsen.
Die Netto-Kundenausleihungen hätten um 2,2 Prozent auf 4,2 Milliarden, das Depotvolumen um 7,9 Prozent auf 6,4 Milliarden und die Kundeneinlagen um 3,1 Prozent auf 3,8 Milliarden Franken zugenommen. Die Assets under Management stiegen um 6,4 Prozent auf 10,4 Milliarden. Diese Entwicklung spiegle das Vertrauen der Kundschaft in die Dienstleistungen der Bank, heisst es weiter.
Die Acrevis Bank konnte bei den Kosten leicht sparen. So sank der Geschäftsaufwand um 1,9 Prozent auf 52,5 Millionen Franken, hauptsächlich aufgrund tieferer Personalkosten, wie es heisst. Der Sachaufwand sei mit 25,3 Millionen Franken (-0,4 Prozent) nahezu konstant geblieben.
Die Kapitalquote beträgt 19,20 Prozent nach 18,45 Prozent im Jahr zuvor. Damit liege die Acrevis Bank weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestvorgabe. Der Kundenausleihungsdeckungsgrad sei mit 91,3 Prozent auf sehr hohem Niveau.
Zudem informierte die Bank über Wechsel in der Führung. Verwaltungsratspräsident Stephan Weigelt trete per Generalversammlung 2026 nach acht Jahren im Gremium zurück.
Sein Nachfolger soll laut den Angaben Patrick Vogler werden. Er sei seit 2022 im Verwaltungsrat tätig. Als neues Mitglied des neunköpfigen Verwaltungsrats wird Marco Gehrig zur Wahl vorgeschlagen. Zudem ist seit November Patrick Schwarz in der Geschäftsleitung von Acreivs. Er leite den Bereich Risikomanagement, Finanzen und Compliance.






