Sozialplan für Telebielingue steht nach Mediation

Die Geschäftsleitung und das Personal des Lokalsenders Telebielingue haben sich auf einen Sozialplan geeinigt. Die Vereinbarung soll die Folgen der Entlassungen abfedern, die nach dem definitiven Verlust der Sendekonzession per Ende Juni 2026 anstehen.

Der Sozialplan für Telebielingue soll den Anliegen beider Seiten Rechnung tragen. (Symbolbild)
Der Sozialplan für Telebielingue soll den Anliegen beider Seiten Rechnung tragen. (Symbolbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Das teilten die Geschäftsleitung, das Personal und die Gewerkschaft Syndicom am Freitag gemeinsam mit. Vorausgegangen war ein gesetzliches Konsultationsverfahren, nachdem das Bundesverwaltungsgericht im März den Konzessionsentzug letztinstanzlich bestätigt hatte.

Da der Sender als konzessioniertes Unternehmen keine Dividenden ausschütten durfte, fehlten zunächst die Mittel für Abfindungen. Nach einer Blockade im Mai habe eine Mediation unter der Leitung des ehemaligen Bieler Stadtpräsidenten Erich Fehr die Einigung gebracht, hiess es im Communiqué.

Der ausgearbeitete Sozialplan berücksichtigt demnach die schwierige Lage der Angestellten sowie die limitierten Finanzen des Medienunternehmens. Die Gewerkschaft Syndicom begleitete die Verhandlungen.

Der zur Bieler Gassmann-Gruppe gehörende Sender gibt es seit 1999. Nach einem längeren Rechtsstreit hatte er seine Konzession für das Versorgungsgebiet Berner Jura, Biel und Seeland definitiv an den Sender Canal B verloren.

Ab dem 1. Juli 2026 sichert ein Übergangsprogramm den nahtlosen Sendebetrieb. Im kommenden Herbst soll das Nachfolgeprojekt Telebielingue 2.0 starten. Durch diese Massnahmen können laut Mitteilung bis zu 17 der ehemals über 50 Stellen im Raum Biel erhalten bleiben.

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