SNB hält trotz US-Kritik an Fremdwährungskäufen fest

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    Zürich,

    Die Schweizer Nationalbank hält trotz der Kritik aus der USA an den Fremdwährungskäufen fest.

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    Thomas Jordan, SNB-Präsident, wehrt sich gegen den Vorwurf der «Währungsmanipulation». - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die SNB hält trotz der US-Kritik an den Fremdwährungskäufen fest
    • Das sagte Nationalbankpräsident Thomas Jordan in einem Interview mit ECO.

    Nationalbankpräsident Thomas Jordan hat bekräftigt, dass sich die Zentralbank durch die Einstufung der Schweiz als Währungsmanipulator durch die USA nicht von ihren Eingriffen am Devisenmarkt zur Schwächung des Franken abbringen lassen werde.

    «Diese Bezeichnung durch die Amerikaner wird keinen Einfluss auf unsere Geldpolitik haben», sagte der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Thomas Jordan, am Montag in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin ECO des Schweizer Fernsehens.

    schweizerische nationalbank
    Die Schweizerische Nationalbank wird mit SNB abgekürzt. - Keystone

    «Im Moment sind diese Interventionen in den Devisenmarkt sehr wichtig, weil wir grossen Druck auf den Franken gesehen haben, gerade in der Covid-Krise», sagte Jordan. «Wenn man nur die nominelle Wechselkursentwicklung anschaut, wie stark sich der Franken in den letzten zwölf Jahren aufgewertet hat, wie tief die Inflation bei uns war, dann sollten alle einsehen, dass die Schweiz alles andere als ein Währungsmanipulator ist.»

    Mit der US-Finanzministerin und ehemaligen Chefin der amerikanischen Notenbank (Fed), Janet Yellen, hat laut Jordan über das Thema bislang nicht gesprochen. «Diese Gespräche wird es aber geben», sagte Jordan. «Zuerst auf technischer, dann auf politischer Ebene.»

    Jordan: Finanzierung des Staates nicht vorrangige Aufgabe der SNB

    Die Notenbank stemmt sich seit sechs Jahren mit Negativzinsen und Fremdwährungskäufen gegen eine Aufwertung des in Krisenzeiten als sicherer Hafen gefragten Frankens. In den ersten neun Monaten 2020 nahm die SNB dafür gut 100 Milliarden Franken in die Hand.

    Jordan erinnerte daran, dass die Finanzierung des Staates nicht vorrangige Aufgabe der Nationalbank sei. Die SNB habe den Auftrag, für Preisstabilität zu sorgen. Bund und Kanton könnten derzeit die steigenden Schulden dank tiefer Zinsen günstig refinanzieren.

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    Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, spricht während eines Interviews im Hauptquartier der Bank in Zürich. (Archivbild) - Keystone

    Auf die Frage, ob die Unternehmen im aktuellen Lockdown zusätzliche Covid-Kredite benötigten, zeigte sich Jordan zurückhaltend. Die Situation müsse sehr genau beobachtet werden. Derzeit scheine das Kreditsystem zu funktionieren und die Banken gewährten Kredite.

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