SMI unter Druck – Ölpreis und Zinsen belasten die Börse

Maja Bojic
Maja Bojic

Zürich,

Der SMI gerät unter Druck: Steigende Ölpreise, höhere Anleiherenditen und geopolitische Spannungen belasten den Schweizer Aktienmarkt.

SMI
Der SMI gerät angesichts des hohen Ölpreises zunehmend unter Druck. (Symbolbild) - depositphotos

Der Schweizer Aktienmarkt steht erneut unter Druck. Laut der «Cash» verliert der SMI 1,22 Prozent auf 13'708,71 Punkte und erreicht damit ein Dreimonatstief.

Auch der breite SPI gibt 1,17 Prozent auf 19'310,24 Punkte nach. Belastend wirken die Eskalation im Nahen Osten, steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen.

Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent steigt in Richtung 108 US-Dollar. Damit rücken zugleich Sorgen über die Energieversorgung und einen zusätzlichen Inflationsschub in den Fokus.

Ölpreis nahe 108 Dollar – Schweizer Blue Chips unter Druck

Auch die «FuW» berichtet von einem Brent-Preis nahe 108 Dollar. Ein Marktbeobachter bezeichnete den hohen Ölpreis als zusätzliche Herausforderung für die Notenbanken.

Der steigende Ölpreis trifft dabei auf ein Umfeld höherer Renditen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg zeitweise über fünf Prozent.

Glaubst du, dass der SMI weiter unter Druck bleibt?

Unter den Schweizer Blue Chips stehen mehrere Schwergewichte unter Druck. Nestlé verlieren laut der «Cash» 1,6 Prozent, Novartis geben 0,5 Prozent nach und Roche fallen um 1,2 Prozent.

Schweizer Finanzwerte geraten unter Druck – UBS verliert 4,2 Prozent

Noch deutlicher fallen die Verluste bei Finanzwerten aus. UBS verlieren 4,2 Prozent, Partners Group geben 3,6 Prozent nach, während Julius Bär 2,9 Prozent einbüssen.

Auch Swissquote notieren 2,5 Prozent tiefer. Als Belastungsfaktoren nennt die «Cash» unter anderem Regulierungssorgen und die allgemeine Schwäche des Finanzsektors.

Defensive Werte können sich dagegen teilweise behaupten. Swisscom liegen 0,3 Prozent im Plus, Zurich gewinnen 0,2 Prozent und Swiss Re steigen 0,4 Prozent.

Fed-Entscheid sorgt für Zurückhaltung

Neben Ölpreis und Renditen richtet sich die Aufmerksamkeit auf den anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank. Der «Cash» zufolge wird am Markt überwiegend mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte gerechnet.

Bereits zuvor hatte sich der SMI laut der «IT Boltwise» bei 13'740 Punkten mit einem Minus von 0,5 Prozent gezeigt. Gleichzeitig war Brent über 105 US-Dollar gestiegen und die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe auf ein 15-Jahreshoch geklettert.

SMI
Der SMI steht wegen steigender Ölpreise und Anleiherenditen unter Druck. (Symbolbild) - depositphotos

Bei den Einzelwerten zeigte sich damals ein anderes Bild: Nestlé legten hauchdünn zu, während Novartis 0,4 Prozent gewannen. HSBC hatte die Novartis-Aktie zudem von «Reduzieren» auf «Halten» hochgestuft.

Kommentare

User #2146 (nicht angemeldet)

Druck wegen Lächerlichen 1,22% tiefer. Die vergangenen 10 Jahre steig er dauernd, logisch Stagniert das mal oder sinkt etwas. Null grund für Panik.

User #4365 (nicht angemeldet)

Arbeiten gehen statt andere für sich arbeiten lassen. Fertig Sklaverei durch das Grosskapital

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