Schweizer Börse schliesst nach neuem Rekordstand im Minus
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag eine Berg- und Talfahrt hingelegt und dabei zwischenzeitlich neue Höchstwerte erreicht. Auch weitere europäische Indizes stiegen im Tagesverlauf auf neue Rekordstände.

Der Schweizer Leitindex SMI kletterte bereits am Dienstagmorgen auf einen neuen Rekord bei knapp 14'670 Punkten, rutschte dann allerdings wegen der Verhärtung der Fronten im Iran-Krieg zeitweise ins Minus. Zum Handelsschluss wurde die Schweizer Börse wegen des Tauchers der Pharma-Schwergewichte dann endgültig in die roten Zahlen gedrückt.
Die Investoren blicken weiterhin mit Argusaugen auf die Lage am Persischen Golf. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif sagte, dass die Signale der vergangene Tage darauf hindeuten würden, dass die USA und der Iran «kurz vor einer Art Einigung stehen». Daraufhin gaben die Ölpreise ihre deutlichen Kursgewinne aus dem frühen Handel wieder ab. Zunächst hatte es nach einer Verschärfung der Lage im Iran-Krieg ausgesehen.
Mit Blick auf den Iran-Krieg hätten sich die Marktakteure zwar mittlerweile «an eine Situation zwischen Hoffen und Bangen gewöhnt und sich angesichts der wechselhaften Nachrichtenlage ein dickes Fell wachsen lassen», erklärte ein Marktbeobachter. Aber der Nahostkonflikt bleibe ein Pulverfass, die Stimmung könne jederzeit blitzschnell drehen.
Der SMI schloss am Abend um 0,40 Prozent im Minus bei 14,575,25 Punkten. Der deutsche Leitindex Dax kletterte erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 26'500 Punkten, bröckelte dann aber wieder etwas ab. Der Leitindex für die Eurozone, der EuroStoxx 50, erreichte ebenfalls ein neues Rekordhoch.
Die Marktteilnehmer balancierten weiter zwischen Krisenmodus und Rekordlaune und hätten sich aktuell für Letzteres entschieden, erklärte ein Analyst. Die Börsen in Paris (-0,1 Prozent) und London (-0,2 Prozent) schlossen nach zwischenzeitlichen Gewinnen leicht tiefer.










