SIX macht wegen Worldline Verlust von über 300 Millionen

Keystone-SDA
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Zürich,

Die Schweizer Börse SIX hat 2025 wie angekündigt einen hohen Verlust erlitten. Die dafür verantwortliche Worldline-Beteiligung fällt nun auf unter 1,5 Prozent.

Die Börsenbetreiberin SIX musste im vergangenen Jahr den Wert ihrer Worldline-Beteiligung um mehr als eine halbe Milliarde Franken nach unten korrigieren (Archivbild)
Die Börsenbetreiberin SIX musste im vergangenen Jahr den Wert ihrer Worldline-Beteiligung um mehr als eine halbe Milliarde Franken nach unten korrigieren (Archivbild) - KEYSTONE/TIL BUERGY

Die bereits Anfang November angekündigte Wertanpassung wegen der Beteiligung an der krisengeplagten Worldline fiel nun mit 561 Millionen Franken sogar etwas höher aus als in Aussicht gestellt. Der Verlust lag 2025 damit bei 314 Millionen nach einem Gewinn von 39 Millionen im Vorjahr, wie die SIX am Dienstag mitteilte. Der um den Sondereffekt bereinigte Konzerngewinn lag bei 247 Millionen.

Da sich die SIX – wie bereits bekannt – entschieden hat, nicht an der von Worldline angekündigten Kapitalerhöhung teilzunehmen, werde die Beteiligung auf etwa 1,3 Prozent verwässert. Der verbleibende Wert der Beteiligung habe nun keine wesentlichen negativen Auswirkungen mehr auf die Finanzergebnisse der SIX, hiess es.

Der Betriebsertrag stieg 2025 um 4,7 Prozent auf 1,66 Milliarden Franken. Neben höheren Handelsvolumina und einem Wachstum in der Geschäftseinheit «Exchanges» legten auch die Bereiche Finanzinformationen und Bankdienstleistungen zu. Der Ertrag der Geschäftseinheit «Securities Services» ging derweil etwas zurück. Das Betriebsergebnis EBITDA auf Gruppenstufe legte um 3,7 Prozent auf 460 Millionen zu.

2025 war geprägt von der vor rund einem Jahr angestossenen Restrukturierung der Gruppe: Neben Massnahmen zur Förderung des Umsatzwachstums seien Geschäftsmodelle «harmonisiert» worden, Governance-Strukturen «gestrafft» und Projekt-, Produkt- sowie Beteiligungsportfolios «optimiert» worden.

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung für 2025 eine stabile Dividende von 5,30 Franken pro Aktie vor. Die SIX gehört rund 120 Finanzinstituten, die gleichzeitig auch die Kunden des Finanzinfrastruktur-Dienstleisters sind, wobei die UBS mit 34,5 Prozent den grössten Anteil hält.

An der Generalversammlung am 6. Mai tritt derweil Roger Reist nicht erneut zur Wahl in den Verwaltungsrat an. Er ist seit dem 8. Mai 2023 Mitglied im Aufsichtsgremium. Reist war der Vertreter von Raiffeisen im SIX-VR, wird aber per 1. Juli Leiter «Institutionals & Multinationals» bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Ein Nachfolger wurde noch nicht genannt.

Kommentare

User #4247 (nicht angemeldet)

SIX hat ihr Kartenzahlgeschäft (SIX Payment Services) 2018 für rund 2,3 Milliarden Euro an Worldline verkauft, was etwa 2,75 Milliarden Franken entsprach. Das war technisch das Tafelsilber, aber den Banker konnte es nicht schnell genug gehen…, dass die Wordline dann -in einem sehr zukunftsträchtigen Markt (Zahlungen müssen immer verbreitet werden) wegen den ausufernden Zukäufen im Ausland nicht reüssiereste und nun korrigiert, ist klar. Aber SIX hatte diese Strategie mitgetragen und nun ist halt Zahltag. Worldline ist nur eine Ausrede….

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