Silber kämpft um die Trendwende nach dem Rückgang auf 64 US-Dollar
Silber steht nach dem Rückgang von knapp 70 auf 64 US-Dollar vor einer richtungsweisenden Phase. Angebot, Nachfrage und Zinspolitik prägen die Aussichten.

Silber hat sich zuletzt etwas erholt, bewegt sich aber weiterhin deutlich unter den Höchstständen der vergangenen Monate. Marktteilnehmer verfolgen deshalb aufmerksam, ob wichtige Kursmarken eine Stabilisierung oder weitere Verluste signalisieren könnten.
Eine Waffenruhe im Nahen Osten verringerte zuletzt die Nachfrage nach sicheren Anlagen und beeinflusste die Edelmetallmärkte. Gleichzeitig belasten ein starker US-Dollar und die vorsichtige Haltung der amerikanischen Notenbank die Preisentwicklung.
Wie «Yahoo Finance» berichtet, gilt die Marke von 68,88 US-Dollar als entscheidende Schwelle für den weiteren Kursverlauf. Ein nachhaltiger Anstieg darüber könnte neue Kaufimpulse auslösen, während ein Rückfall zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen würde.
Inflation bleibt entscheidender Faktor
Die US-Notenbank beliess die Leitzinsen zwar unverändert, signalisierte jedoch weiterhin Wachsamkeit gegenüber steigenden Preisrisiken. Mehrere Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses halten zusätzliche Zinsschritte in den kommenden Monaten für möglich.
Die Inflation verharrt auf erhöhtem Niveau und beeinflusst die Erwartungen an die weitere Geldpolitik erheblich. Anleger richten ihren Blick deshalb auf neue Konjunktur- und Preisdaten aus den Vereinigten Staaten.
«Börse Express» zufolge erwarten Beobachter besonders vom PCE-Preisindex wichtige Hinweise für künftige Zinsentscheidungen der Fed. Höhere Inflationswerte könnten die Attraktivität zinsloser Anlagen weiter verringern und Silber zusätzlich belasten.
Silber profitiert von knapper Versorgung
Unabhängig von der Geldpolitik bleibt das verfügbare Angebot am globalen Silbermarkt weiterhin begrenzt. Mehrere Branchen benötigen grosse Mengen des Metalls für laufende Produktions- und Investitionsvorhaben.

Vor allem Hersteller von Solaranlagen, Elektrofahrzeugen und KI-Infrastruktur sorgen für eine anhaltend hohe Nachfrage. Diese Entwicklung stützt den Markt, obwohl die Preisentwicklung kurzfristig starken Schwankungen unterliegt.
Wie «Börse Global» hervorhebt, rechnen Analysten weiterhin mit einem deutlichen Angebotsdefizit auf dem Weltmarkt. Über die langfristigen Kursaussichten gehen die Einschätzungen der Experten jedoch weiterhin deutlich auseinander.
















