Partners Group sucht nach dem Kursrutsch einen neuen Boden

    Sandra Neumann
    Sandra Neumann

    Region Zug,

    Partners Group steht nach deutlichen Kursverlusten vor wichtigen Bewährungsproben. Mehrere Faktoren belasten derzeit die Stimmung der Anleger.

    Partners Group
    Partners Group steht angesichts hoher Rücknahmeanträge und des anhaltenden Kursdrucks vor grossen Herausforderungen. (Symbolbild) - keystone

    Die Aktie von Partners Group markierte zuletzt bei 722,60 Euro ein neues Jahrestief und setzte ihren Abwärtstrend fort. Seit Jahresbeginn verlor das Papier 33,59 Prozent an Wert und notiert deutlich unter früheren Höchstständen.

    Für zusätzliche Unsicherheit sorgten zuletzt unterschiedliche Berichte über die künftige Struktur des Family Offices der Gründer. Mehrere Medien ordneten die Diskussionen unterschiedlich ein und verstärkten damit die Aufmerksamkeit vieler Marktteilnehmer.

    Wie «Finanztrends» berichtet, belasten operative Herausforderungen und Gerüchte das Vertrauen vieler Anleger derzeit zusätzlich. Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf stabile Geschäftsbereiche und ein neues Immobilienprogramm mit 650 Millionen Dollar.

    Partners Group kämpft mit Mittelabflüssen

    Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleibt die Entwicklung der Evergreen-Fonds, die zuletzt ungewöhnlich hohe Rücknahmen verzeichneten. Besonders private Anleger forderten verstärkt Kapital zurück und erhöhten dadurch den Druck auf die Gesellschaft.

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    Im Global Value SICAV erreichten die Rücknahmeanträge zuletzt 9,8 Prozent des Nettoinventarwerts des Fonds. Partners Group begrenzte die Auszahlungen deshalb auf fünf Prozent des 8,6 Milliarden Dollar schweren Vehikels.

    «Tippinpoint» zufolge kauften Insider seit Februar Aktien im Gesamtwert von 59,2 Millionen Franken zur Unterstützung. Allein im Juni beliefen sich die Käufe auf rund 31 Millionen Franken, eine Trendwende blieb jedoch aus.

    Analysten bewerten Partners Group unterschiedlich

    Mehrere Analystenhäuser senkten ihre Erwartungen und reduzierten Kursziele sowie Gewinnprognosen für die kommenden Geschäftsjahre. Die Kürzungen spiegeln Sorgen über das Wachstum und die Auswirkungen der jüngsten Fondsentwicklung wider.

    Bank of America reduzierte das Kursziel auf 850 Franken, Jefferies auf 760 Franken mit Halten-Einstufung. Gleichzeitig bleibt Barclays mit einem Kursziel von 1200 Franken deutlich optimistischer als viele Wettbewerber.

    Partners Group aktien
    Anleger richten ihren Blick bei Partners Group auf das Vermögensupdate Mitte Juli. (Archivbild) - keystone

    Wie «Börse Express» hervorhebt, liegt das durchschnittliche Analystenziel weiterhin bei 957 Franken für die Aktie. Besondere Aufmerksamkeit gilt nun dem Vermögensupdate am 15. Juli und den erwarteten Mittelzuflüssen.

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    Kommentare

    User #3654 (nicht angemeldet)

    Hoffe die Firma Leitung ist ehrlich mit den Akionären , sonst ist die Firma am Boden ?

    User #8051 (nicht angemeldet)

    Die Kleider für dieses Geschäftsmodell sind weit offen. Diese Schattenbankenfirmen können die Bewertungen in die sie investiert sind relativ frei festsetzen, das konnte Wirecard auch. Alles ist undurchsichtig. VORSICHT!

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