Franken

Schweizer Franken fällt auf Jahrestief zum Dollar

Maja Bojic
Maja Bojic

Zürich,

Der Schweizer Franken steht unter Druck. Zinsunterschiede belasten die Währung gegenüber Dollar und Euro.

Schweizer Franken
Der Schweizer Franken wird traditionell als sicherer Hafen betrachtet, wenn die Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten zunimmt. (Symbolbild) - depositphotos

Der Schweizer Franken hat am Devisenmarkt weiter nachgegeben und ein Zwölf-Monate-Tief zum US-Dollar erreicht. Laut der «Cash» fiel der Kurs am Dienstag bis auf 81,52 Rappen je Dollar.

Ein solches Niveau wurde zuletzt Ende Juli 2025 erreicht. Auch gegenüber dem Euro schwächte sich die Schweizer Währung ab und sank zeitweise auf 92,76 Rappen.

Als entscheidender Faktor gelten die unterschiedlichen Zins- und Inflationserwartungen der internationalen Märkte. Die aktuellen Wechselkurse spiegeln höhere Zinserwartungen für Dollar und Euro wider.

Zinsunterschiede setzen Schweizer Franken weiter unter Druck

Von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) werden derzeit keine Zinserhöhungen erwartet. Dadurch bleiben die Zinsunterschiede bestehen, die den Franken gegenüber anderen Währungen belasten.

Auch der US-Dollar steht weiterhin unter Beobachtung der Finanzmärkte. «Finanzen.ch» berichtet, dass die Dollar-Schwäche gegenüber Franken und Euro nach schwächeren US-Inflationsdaten anhält.

Glaubst du, dass der Schweizer Franken weiter unter Druck bleibt?

Der Dollar-Franken-Kurs bewegte sich zuletzt bei rund 0,8092 Franken. Gleichzeitig legte der Euro gegenüber dem Dollar leicht zu und stieg auf 1,1438.

SNB-Zinspolitik setzt Franken unter Druck

Nach Einschätzung der Commerzbank haben die jüngsten Inflationsdaten die Erwartungen an die US-Geldpolitik verändert. Die Märkte rechnen demnach mit weniger Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve.

Niedrigere Zinserwartungen können eine Währung schwächen, da Investitionen im jeweiligen Währungsraum weniger attraktiv werden. Zuvor hatte der Dollar von Erwartungen weiterer Zinsschritte profitiert.

Neben den Zinsunterschieden beeinflussen auch internationale Entwicklungen die Devisenmärkte. Laut der «Cash» sorgen die Spannungen am Golf nach neuen US-Angriffen auf den Iran für zusätzliche Unsicherheit.

Schweizer Franken bleibt gefragte Krisenwährung

Die Entwicklungen rund um die Strasse von Hormus werden von Anlegern aufmerksam verfolgt. Gleichzeitig gehen Marktbeobachter von einer möglichen Entspannung der Lage aus.

Der Schweizer Franken gilt traditionell als sichere Währung und wird in unsicheren Marktphasen häufig nachgefragt. Der «Squarevest» zufolge spielen für die langfristige Entwicklung unter anderem Inflation, Zinspolitik und internationale Kapitalbewegungen eine wichtige Rolle.

Schweizer Franken
Der Schweizer Franken reagiert derzeit besonders sensibel auf geldpolitische Signale der internationalen Notenbanken. (Symbolbild) - depositphotos

Die SNB beobachtet eine starke Bewegung des Frankens genau, da Wechselkurse für die exportorientierte Schweizer Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen. Auch Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank können die Entwicklung des Franken beeinflussen.

Kommentare

User #1944 (nicht angemeldet)

Die SNB sollte in solchen Zeiten ihre riesigen Forex Reserven reduzieren. Dass ein kleines Land wie die Schweiz die drittgrössten Reserven der Welt hält, ist übertrieben. Wir finanzieren damit nur die Schulden der USA und der EU.

User #5800 (nicht angemeldet)

Interessant sind Rubel wegen der Zinsen und RMB. RMB wird sowieso die kommende Weltwährung.

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