Zürcher Volksfest: Es ist wieder Knabenschiessen-Zeit
Knabenschiessen Chilbi und Königswürde: Vom 12. bis 14. September treten im Albisgütli wieder tausende Jugendliche zum traditionsreichen Wettbewerb an.

Eine alte Zürcher Tradition findet weiterhin ihren Nachwuchs: Jahr für Jahr treten tausende Jugendliche am Knabenschiessen im Albisgütli zum Wettkampf an. Rund ums Schützenhaus steigt gleichzeitig das grösste Zürcher Volksfest mit über 800’000 Chilbi-Besuchern.
Wie es um die Schiesstradition steht, illustrieren die Zahlen: Letztes Jahr nahmen 3364 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 am Wettbewerb um den Titel des Schützenkönigs oder der Schützenkönigin teil. 2024 waren es 3187. Damit verzeichnete der Anlass wieder einen leichten Anstieg an Teilnehmenden.
Schützenkönig wurde 2025 der 16-jährige Cla Meier aus Richterswil. Anmeldungen fürs Wettschiessen sind noch bis 13. September online möglich, während des Festes dann vor Ort in der Eingangshalle der Schiessanlage Albisgütli. Organisiert wird das Knabenschiessen von der Schützengesellschaft der Stadt Zürich, zusammen mit 300 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wie seit 1991 üblich, ist am Knabenschiessen auch ein Gastkanton präsent. Dieses Jahr werden 30 Jugendliche aus dem Kanton Zug ins Albisgütli geladen. Eröffnet wird das diesjährige Knabenschiessen am Freitag, 12. September, mit einem Platzkonzert der Stadtjugendmusik Zürich und der Knabenmusik auf dem Hirschenplatz (19 Uhr).

Am Samstag, 13. September, starten um 10 Uhr der Schiessbetrieb (bis 18 Uhr) und die Chilbi (bis 1.30 Uhr). Der Sonntag wiederum beginnt mit dem Schausteller-Gottesdienst (10 Uhr) und dem Frühschoppenkonzert der Stadtmusik Zürich (11 Uhr). Am Knabenschiessen-Montag, 14. September, findet um 11 Uhr der Schützenkönigausstich statt, gefolgt vom offiziellen Festbankett.
Junge Gäste aus Zug
Die Ehrung des Schützenkönigs oder der Schützenkigin ist für 14.40 Uhr angesetzt. Als Gabe wird ihm oder ihr der «Kettelithaler» der Zunft zum Weggen und eine Zinnkanne des Corps Consulaire de Zurich überreicht. Dazu kommen ein Preisgeld von 5000 Franken und eine Einladung ans historische Morgartenschiessen im Ägerital.
Traditionell startet nach der Ehrung der Umzug auf der Uetlibergstrasse. Die Chilbi endet am Montag um 23 Uhr und schliesst das Knabenschiessen ab
Das Knabenschiessen blickt auf eine rund 370-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1656 wird in den Akten erstmals eine «Knaben Schiesset» erwähnt. Schiessübungen für Knaben gab es in Zürich allerdings bereits seit 1637.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst im «Tagblatt Zürich» erschienen.












