Schweizer Firma in Guatemala im Visier der Umweltschützer

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    Bern,

    Eine Schweizer Firma soll in Guatemala daran beteiligt gewesen sein, schwere Fälle von Umweltverschmutzung vor der Öffentlichkeit verborgen zu haben.

    Die  Solway Investment Group mit Sitz in der Schweiz ist unter anderem im Nickelabbau tätig. (Archivbild)
    Die Solway Investment Group mit Sitz in der Schweiz ist unter anderem im Nickelabbau tätig. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/MOISES CASTILLO

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Schweizer Unternehmen in Guatemala sieht sich Umweltschäden-Vorwürfen ausgesetzt.
    • Die Firma streitet in einer Stellungnahme sämtliche Vorwürfe ab.

    Ein Schweizer Bergbauunternehmen, das zur Solway Investment Group gehört, hat Daten über Umweltschäden in einem indigenen Gebiet im Nordosten Guatemalas zurückgehalten.

    Das geht aus einer Untersuchung von 20 internationalen Medien hervor, die am Sonntag veröffentlicht wurde. Die Recherche läuft unter dem Titel «Mining Secrets». Insgesamt 65 Journalistinnen und Journalisten aus 15 Ländern nahmen daran teil.

    Unternehmen streiten Vorwürfe ab

    In der Untersuchung werden dem Unternehmen auch Gefälligkeitskäufe und Einschüchterungen vorgeworfen. Die Firma streitet in einer Stellungnahme sämtliche Vorwürfe ab. Sie entbehrten jeder Grundlage und widerspiegle nicht die Tatsachen.

    Die Autoren der Recherche untersuchten durchgesickerte Dokumente und E-Mails der guatemaltekischen Nickelgesellschaft (CGN) und von Pronico, Tochtergesellschaften der Solway Investment Group, die in der Nähe der Stadt El Estor tätig sind.

    Die Organisation Forbidden Stories, die die Untersuchung durchführte, hat in ihrer Recherche aufgedeckt, dass Solway Absprachen mit den Behörden getroffen hat, um schwere Fälle von Umweltverschmutzung vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

    Proteste gegen Firma

    Dem Bericht zufolge kam es unter anderem 2017 zur Bildung eines grossen roten Flecks im Izabal-See, an dessen Ufer sich eine Nickelverarbeitungsanlage befindet. Der Fall löste eine Protestaktion der örtlichen Fischer aus, die das Bergbauunternehmen als Verursacher des Phänomens beschuldigten.

    Der letzte Protest gegen das Bergbauunternehmen fand im Oktober letzten Jahres statt, als Dutzende Einheimische tagelang die Zufahrt nach El Estor besetzten und die Lastwagen der Mine an der Durchfahrt hinderten. Die Polizei trieb sie mit Tränengas auseinander, woraufhin Präsident Alejandro Giammattei den Belagerungszustand verhängte und Hunderte von Soldaten einsetzte.

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