Handel

    Schweiz und USA bauen Hürden für Handel mit Arzneimitteln ab

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    Bern,

    Die Schweiz und die USA vereinfachen den Handel von Arzneimitteln. In Zukunft werden Inspektionsergebnisse gegenseitig anerkannt.

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    Arzneimittel - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweiz und die USA haben ein neues Abkommen für den Handel mit Arzneimitteln.
    • Dadurch werden die Inspektionsergebnisse gegenseitig anerkannt.
    • Dies verkürzt den Zulassungsprozess neuer Medikamente.

    Die Schweiz und die USA bauen Hürden ab für den Handel mit Arzneimitteln. Sie haben dazu ein sektorielles Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Inspektionsergebnissen unterzeichnet. Das senkt den Aufwand für die Branche und die Behörden.

    Die Unterzeichnung des Abkommens gab am Freitag das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Am Donnerstagabend hatte bereits der Verband Scienceindustries Switzerland darüber informiert.

    Inspektionsergebnisse werden künftig geteilt

    Es geht um das Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Inspektionsergebnissen im Bereich der «Guten Herstellungspraxis» für Arzneimittel (GMP MRA). Dank ihm kann sich Swissmedic bei Medikamenten-Zulassungen aus den USA künftig vermehrt auf Abklärungen der US-Partnerbehörde FDA stützen.

    Über Zulassungen entscheiden würden Swissmedic und FDA weiterhin selbst. Doch das Heilmittelinstitut und sein US-amerikanisches Pendant können auf die Inspektionsergebnisse der jeweils anderen Behörde zurückgreifen. Heute muss die Behörde des importierenden Landes diese Inspektion im Herkunftsland selbst durchführen.

    swissmedic
    Die Schweizer Heilmittelbehörde Swissmedic. - keystone

    «Das sektorielle Abkommen ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Handelsbeziehungen der beiden Länder.» Dies erklärte Stephan Mumenthaler, Direktor von Scienceindustries. Die Schweizer Chemie-, Pharma- und Life-Sciences-Branche exportierten über 90 Prozent ihrer Produkte. In den ersten elf Monaten 2022 wurden rund 23 Prozent der Exporterlöse in den USA generiert.

    Der Bundesrat hat das Abkommen im Dezember genehmigt. Es soll noch 2023 in Kraft treten. Vergleichbare Abkommen hat die Schweiz bereits mit der EU, Grossbritannien und Südkorea.

    Abkommen hilft der Schweiz konkurrenzfähig zu bleiben

    Der Pharmastandort Schweiz solle auf dem US-Markt gleiche Voraussetzungen haben wie Konkurrenten aus der EU und Grossbritannien. Dies schrieb der Bundesrat im Dezember. Grossbritannien und die EU haben bereits entsprechende Vereinbarungen mit den USA.

    Interpharma, der Verband der forschenden Pharmaindustrie, zeigte sich in einer Stellungnahme hoch erfreut. Es handle sich um einen wichtigen Schritt, damit der Standort Schweiz konkurrenzfähig bleibe. Mit dem Abkommen würden Ressourcen für Forschung und Entwicklung frei.

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