Schweiz droht unterdurchschnittliche Zuckerrüben-Ernte

Keystone-SDA
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Bern,

Nach einer historisch schlechten Ernteprognose für Süddeutschland zeichnet sich auch in der Schweiz eine schwache Zuckerrübensaison ab. Trockenheit, Hitzewellen und Schädlinge setzten den Beständen zuletzt stark zu.

Zuckerrüben
Zuckerrüben auf einem Feld. - Keystone

«Die ersten Proberodungen und unsere Beobachtungen im Feld zeigen, dass die Zuckerrübenernte 2026 deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt liegen wird», erklärte der Geschäftsführer des Schweizerischen Verbands der Zuckerrübenpflanzer, Nicolas Wermeille, der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage. Verantwortlich seien die anhaltende Trockenheit, mehrere Hitzewellen sowie der starke Befall durch den Rübenrüssler, der sich inzwischen praktisch über die ganze Schweiz ausgebreitet habe.

Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangt die Schweizerische Fachstelle für Zuckerrübenbau. «Sofern sich beim Wetter nichts Grundlegendes ändert, muss von einer unterdurchschnittlichen Ernte 2026 ausgegangen werden.» Erste Proberodungen in der West- und Ostschweiz lagen unter dem Fünfjahresmittel.

Zurückhaltender äussert sich die Fabrikbetreiberin Schweizer Zucker AG. Es sei «zu früh, über Ertragseinbussen zu sprechen», da die Witterung in den kommenden Wochen entscheidend für die weitere Entwicklung sei, hiess es.

Die Schweiz importiert in normalen Jahren rund 50 Prozent ihres Zuckerbedarfs. Eine tiefere Zuckerproduktion in Europa verknappt nach Einschätzung der Experten das Angebot und trägt tendenziell zu höheren Zuckerpreisen bei.

Die Lagerbestände seien nach der sehr guten europäischen Zuckerrübenernte im vergangenen Jahr allerdings noch hoch, erklärte Wermeille von den Zuckerrübenpflanzer. Die Preisentwicklung für den wichtigen Nahrungsmittelrohstoff werde letztlich von zahlreichen Faktoren beeinflusst.

Zuckerrüben nehmen in der Schweiz mit gegen 18'000 Hektaren oder 4 bis 5 Prozent der offenen Ackerfläche zwar nur einen kleinen Teil der Anbaufläche ein. Sie sind jedoch der praktisch einzige Rohstoff für die inländische Zuckerproduktion und werden von rund 4500 Landwirten angebaut.

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Kommentare

User #1447 (nicht angemeldet)

Wenn der Mensch das Wetter bestimmt, kommt es nicht gut, weil der Mensch für den anderen Menschen oft nichts gutes möchte. Die grosse Infrastruktur der Haarpanlagen könnte uns schönes Wetter am Tag bringen und Regen in der Nacht schenken alles wäre möglich. Die heutige Technik ist so Grossartik und man könnte sie nutzen um auf der gesamten Welt jeglichen Hunger zu stillen und das Wetter so ausrichten, dass auch bei bei nötigen Anlässen gutes Wetter ist. Eigentlich könnte es so ein Segen sein aber der Mensch macht ein Fluch daraus. Das Wort der Wahrheit ist: Der Mensch ist des Menschen Feind sowie Auge um Auge, Zahln um Zahn, das ist der Sünde Lohn. Wir könnten Himmel auf Erden haben aber der Mensch möchte es nicht und die meisten Menschen wählen den Weg der Sünde und im gleichen Atemzug des Todes.

User #5400 (nicht angemeldet)

Warum werden nicht hochwertigere Produkte angebaut. Zucker wird ja immer weniger gebraucht. Und viele Getreide Arten müssen importiert werden. Aber die Subventionen scheinen sich mehr zu lohnen

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