Scholz lässt Vorwürfe gegen Banken in Zusammenhang mit Geldwäsche prüfen

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    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) lässt die gegen Banken erhobenen Vorwürfe schwerer Versäumnisse im Kampf gegen Geldwäsche überprüfen.

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    Logo der Deutschen Bank - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Minister: Schon in vergangenen Jahren viele Massnahmen gegen solche Transaktionen.

    Sein Haus untersuche, ob sich aus den entsprechenden Medienberichten «neue Erkenntnisse» gewinnen liessen, sagte Scholz der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstagsausgabe). Er betonte allerdings, dass die Vorwürfe nicht neu seien, sondern mehrere Jahre zurückdatierten.

    Er habe gleichwohl veranlasst, dass «noch einmal genau geschaut» werde, was sich an neuen Informationen bekommen lasse. Bei neuen Informationen werde die Bundesregierung auf die Kooperation der US-Behörden angewiesen sein, fügte Scholz hinzu.

    Nach einem Bericht von Buzzfeed News, «Süddeutscher Zeitung», WDR und NDR vom Sonntagabend zeigen bislang geheime Unterlagen des US-Finanzministeriums, dass internationale Grossbanken wie die Deutsche Bank über Jahre hinweg Geschäfte mit riskanten Kunden abgewickelt, die Vorgänge aber mitunter nur zögerlich und teils mit jahrelanger Verspätung gemeldet haben. Laut den sogenannten FinCEN-Files-Recherchen akzeptierten die Geldhäuser mutmassliche Mafiosi, Millionenbetrüger und sanktionierte Oligarchen als Kunden und führten für sie Überweisungen in Milliardenhöhe aus.

    Scholz betonte, dass bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Massnahmen gegen Geldwäsche ergriffen worden seien. So seien Zuständigkeit für Finanztransaktionsuntersuchungen auf den Zoll verlagert und die Zahl der entsprechenden Mitarbeiter auf fast 500 ausgebaut worden. Die Zahl der Verdachtsmeldungen habe sich in seiner Amtszeit auf 115.000 fast verdoppelt, sagte der Minister.

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