Saudi Aramco verdient kräftig an gestiegenen Ölpreisen
Der staatliche Ölkonzern Aramco hat infolge des Iran-Kriegs im zweiten Quartal einen Gewinnsprung verzeichnet. Grund dafür sind kriegsbedingt gestiegene Preise für Öl und raffinierte Kraftstoffe.

Zudem kann der saudi-arabische Ölkonzern die Blockade der Strasse von Hormus mit Hilfe einer Pipeline durch das Land umgehen.
Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn kletterte im Jahresvergleich um ein Drittel auf gut 125 Milliarden Riyal (27 Mrd Franken), wie Saudi Aramco in Dhahran mitteilte. Damit übertraf das seit 2019 an der Börse notierte Unternehmen die Erwartungen von Analysten.
Die Ölpreise sind drastisch gestiegen, da der Iran die Strasse von Hormus nach den Angriffen von USA und Israel faktisch gesperrt hatte. Dies trieb auch die Preise für Raffinerieprodukte wie Diesel und Kerosin in die Höhe.
Saudi-Arabien und andere Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Kuwait und der Irak sind aufgrund von Angriffen auf Förderanlagen und überfüllter Lagerkapazitäten zu Produktionskürzungen gezwungen.
Saudi-Arabien, das seine Exporte vor Kriegsbeginn bereits hochgefahren hatte, leitete innerhalb weniger Tage nach Ausbruch des Konflikts einen Teil seiner Lieferungen zu einem alternativen Hafen am Roten Meer um. Doch nun tun sich für den Ölkonzern weitere Risiken auf. Die jemenitische Huthi-Miliz greift Tanker an, die diese Route nutzen.
Aramco profitierte im vergangenen Quartal nach eigenen Angaben von den gestiegenen Preisen für Rohöl, Kraftstoffe und Chemieprodukte. Die Produktion sank im Quartals- und Jahresvergleich jedoch deutlich – unter anderem, weil Anlagen des Konzerns im Zuge des Konflikts angegriffen und beschädigt wurden.










