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Repower will Stromverbrauch mit variablem Tarif steuern

Keystone-SDA Regional
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Poschiavo,

Der Bündner Energiekonzern Repower hat einen neuen, variablen Stromtarif für die Grundversorgung angekündigt. Ab 2027 sollen Kundinnen und Kunden mit dem Modell «Optima» finanziell davon profitieren, wenn sie Strom zu Zeiten geringer Netzauslastung verbrauchen.

Der Bündner Stromkonzern Repower führt ab 2027 einen variablen Stromtarif Optima ein. (Archivbild)
Der Bündner Stromkonzern Repower führt ab 2027 einen variablen Stromtarif Optima ein. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Das neue Tarifmodell «Optima» richtet sich an Haushalte und kleinere Gewerbebetriebe mit einem Jahresverbrauch von unter 50 Megawattstunden (MWh). Voraussetzung für die Teilnahme ist ein installierter Smart Meter, wie der Energieversorger Repower am Montag in Poschiavo GR mitteilte. Die Teilnahme an dem neuen Tarif ist freiwillig.

Der Preis für den Strom hängt von der jeweiligen Netzauslastung ab. Jede Stunde des Tages wird einer von drei Tarifstufen zugeordnet, wie es weiter hiess. Die grüne Stufe signalisiert eine tiefe Netzauslastung und somit günstige Strompreise, beispielsweise bei hoher Solarstromeinspeisung. Die gelbe Stufe steht für eine normale Auslastung, während die rote Stufe bei hoher Belastung des Netzes gilt und mit höheren Tarifen verbunden ist.

Die Zuordnung der Stunden zu den drei Farbstufen legt Repower für jedes Quartal im Voraus fest. Innerhalb eines Quartals bleiben die Tarife für die jeweilige Stufe unverändert. So könnten sie den Verbrauch von Geräten wie Elektroautos, Wärmepumpen, oder Geschirrspülern gezielt in die günstigeren grünen Zeitfenster verlegen.

Hintergrund für das neue Angebot seien die zunehmenden Schwankungen im Stromnetz, schreibt Repower. Die dezentrale Einspeisung durch Photovoltaikanlagen sowie der steigende Verbrauch durch Wärmepumpen und Elektroautos führten zu unterschiedlich starken Belastungen des Netzes.

Lastspitzen verschieben

Mit dem Anreiz, den Verbrauch zu verschieben, sollen teure Lastspitzen reduziert werden. Dies erlaube eine effizientere Nutzung der bestehenden Netzinfrastruktur und verringere die Notwendigkeit eines kostspieligen Netzausbaus. Mittel- und langfristig könnten so Netzkosten eingespart werden.

Interessierte Kundinnen und Kunden können sich laut Mitteilung ab Oktober über das Kundenportal «Miaenergia» für den neuen Tarif anmelden. Ein Wechsel ist jeweils zu Beginn eines Quartals möglich. Wer sich nicht aktiv für «Optima» entscheidet, verbleibt automatisch im bisherigen Standardtarif.

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