Die Privatklinikgruppe Hirslanden konnte sich im letzten Geschäftsjahr trotz schwierigem Umfeld behaupten.
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Das Logo der Privatklinikgruppe Hirslanden. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Privatklinikgruppe ist im vergangenen Geschäftsjahr weiter gewachsen.
  • Die Gruppe hatte, wie andere Spitäler auch, mit regulatorischen Änderungen zu kämpfen.

Die Privatklinikgruppe Hirslanden ist im vergangenen Geschäftsjahr weiter gewachsen. Anpassungen bei den ambulanten Tarifen drückten jedoch auf das operative Ergebnis. Der sinkenden Profitabilität will man mit weiteren Effizienz- und Kostenmassnahmen begegnen.

«Dank Kosteneinsparungen haben wir trotz eines verschärften Regulationsumfeldes ein solides Ergebnis erzielt». Das sagte Hirslanden-CEO Daniel Liedtke heute Donnerstag vor den Medien in Zürich.

Wie viele Schweizer Spitäler habe aber auch die Hirslanden-Gruppe mit einer Reihe von regulatorischen Änderungen zu kämpfen gehabt. Dazu zählten etwa Operationen, die nur noch ambulant durchgeführt werden und zu tieferen Tarifen führen. Dies habe sich negativ auf das finanzielle Ergebnis ausgewirkt. «Aus volkswirtschaftlicher Sicht machen die Anpassungen der Tarmed-Tarife aber sicherlich Sinn», betonte Liedtke.

Privatklinikgruppe Hirslanden ist weniger profitabel

Die Klinikgruppe habe dank Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen im Geschäftsjahr 2018/19 den Umsatz auf 1,78 Milliarden Franken steigern können. Das ist eine Steigerung von 2 Prozent – und dies trotz des schwierigeren Umfelds.

Das operative Ergebnis auf Stufe EBITDA ging hingegen um 10 Prozent 285 Millionen zurück. Im Vergleich zur Branche sei man damit aber immer noch sehr gut unterwegs, sagte Liedtke dazu.

«Konkret hat uns der Effekt der neuen Tarmed-Tarife rund 18 Millionen Franken gekostet», ergänzte der Finanzchef Pierre-Antoine Binard. Dies konnte teilweise durch mehr Behandlungen und Operationen kompensiert werden. Grundsätzlich müsse aber mehr gearbeitet werde für weniger Umsatz. Zudem sind weitere Kostenmassnahmen geplant.

Geringerer Verlust

«Unter dem Strich steht damit zwar ein – wenn auch geringerer – Verlust zu Buche», räumte der CEO ein. Für die Gruppe sei der Free Cash Flow aber wichtiger. Dieser sei im Gegensatz zum Vorjahr mit einem Plus von 73 Millionen nun positiv ausgefallen. Im Vorjahr stand noch ein Minus von 54 Millionen zu Buche.

Die Privatklinikgruppe Hirslanden umfasst 18 Kliniken in der Schweiz. Im vergangenen Jahr (per Ende März) wurden insgesamt 106'851 Patientinnen und Patienten behandelt. Knapp die Hälfte davon war grundversichert. Seit 2007 gehört Hirslanden zur südafrikanischen Spitalgruppe Mediclinic International, die an der Londoner Börse kotiert ist.

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