Die Schweizer Pensionskasse spürten die schlechten Entwicklungen von diesem Jahr. Jegliche Anklageklasse dokumentierten Verluste.
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Die schlechte Börsenentwicklung macht Pensionskassen zu schaffen. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Verluste verzeichnen sich in diversen Anlageklasse von Schweizer Pensionskassen.
  • Dafür ist die schlechte Börsenentwicklung von diesem Jahr verantwortlich.

Die schlechte Börsenentwicklung im laufenden Jahr hat auch bei den Schweizer Pensionskassen Spuren hinterlassen. Sämtliche Anlageklassen - mit Ausnahme der Rohstoffe - verbuchten Verluste. Daher ist auch der Deckungsgrad gesunken.

Die erfassten Vorsorgeeinrichtungen verbuchten im ersten Quartal eine geschätzte Gesamtrendite von minus 3,54 Prozent. Das schrieb Swisscanto im am Mittwoch publizierten Pensionskassen-Monitor. Fast alle Anlageklassen erzielten negative Renditen.

Am schlechtesten schnitten Obligationen Schweiz (-6,1%) ab. Aber auch bei Obligationen Welt (-5,2%), Aktien Schweiz (-5,5%) und Aktien Welt (-4,2%) war die Rendite klar im Minus.

Weniger schlecht war das Ergebnis bei Immobilien Schweiz (-1,7) und bei Hedge Funds (-1,6%). Einzig die Rohstoffe (+26,8%) legten zu. Sie profitierten von den durch Lieferengpässe und den Ukrainekrieg gestiegenen Preisen.

Deckungsgrad sinkt auch bei öffentlichen Pensionskassen

Swisscanto schrieb weiter: Der geschätzte vermögensgewichtete Deckungsgrad für die privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen hat sich im ersten Quartal um 4,9 Prozentpunkte auf 119,7 Prozent verringert. Sie führten aus, dass der Deckungsgrad damit aber noch immer oberhalb der durchschnittlichen Zielgrösse für die Wertschwankungsreserven.

Dies entspreche in etwa dem Niveau des Vorjahresquartals. Auch bei den öffentlich-rechtlichen Pensionskassen sei der Deckungsgrad gesunken, nämlich auf 112 Prozent, und liege nun unterhalb der durchschnittlichen Zielwertschwankungsreserve.

Der Pensionskassen-Monitor beruht auf der Umfrage «Schweizer Pensionskassen» der ZKB-Tochter Swisscanto. Grundlage für die Schätzungen bilden die effektiven Angaben per Ende Dezember 2021 von 514 Vorsorgeeinrichtungen. Diese haben ein Vermögen von insgesamt 777 Milliarden Franken. Die Schätzungen sind Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Jahresbeginn gewählten Anlagestrategie.

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