Wegen des Umstiegs auf effizientere und klimafreundlichere Technologien dürfte der globale Erdölbedarf nur noch bis 2035 steigen.
Rohöl Öl
Die wichtigsten ölproduzierenden Länder haben sich am Freitag erneut nicht auf eine Erhöhung der Öl-Fördermenge einigen können. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Ölkartell Opec sagt eine sinkende Nachfrage nach Öl voraus.
  • Ab 2035 sinkt der Ölbedarf wegen klimafreundlicherer Technologien.

Wegen des Umstiegs auf effizientere und klimafreundlichere Technologien dürfte der globale Erdölbedarf nur noch bis 2035 steigen. Das Ölkartell Opec rechnet mit einer Stagnation, wie aus seiner jährlichen Langzeitprognose hervorging, die am Dienstag in Wien vorgestellt wurde.

Kurzfristig sagten die Opec-Experten jedoch für die kommenden Jahre eine starken Anstieg der Nachfrage voraus.

Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft sackte der durchschnittliche tägliche Ölbedarf voriges Jahr um gut 9 Million Fass auf rund 91 Millionen Fass ab (1 Fass = 159 Liter). Die Opec rechnet damit, dass sich der Konsum bis 2023 auf 101,6 Millionen Fass pro Tag erholt und danach abflacht.

Der Trend zu Home Office und Videokonferenzen wird laut dem Bericht die Nachfrage nach Transport und Treibstoffen dämpfen. «Wir sehen auch einen beträchtlichen Anstieg bei elektrischen Fahrzeugen voraus», sagte Opec-Generalsekretär Mohammad Sanusi Barkindo. Das Ölkartell schätzt, dass der Anteil an elektrisch betriebenen Fahrzeugen vom derzeitigen niedrigen einstelligen Bereich bis 2025 auf fast 20 Prozent wachsen wird.

Die Opec betonte, dass Erdöl langfristig mit fast 30 Prozent den grössten Anteil im globalen Energiemix behalten werde. Wind- und Sonnenkraft werde nicht Öl, sondern Kohle verdrängen.

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