Onlinehandel boomt - Detailhändler wollen Entlastung für Läden

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Bern,

Der Schweizer Detailhandel hat im ersten Halbjahr 2026 leicht mehr umgesetzt. Während der Onlinehandel weiter zulegte, blieben Teile des Non-Food-Geschäfts unter Druck.

Die Mitglieder der Swiss Retail Federation, zu der etwa Orell Füssli gehört, sind im ersten Halbjahr leicht gewachsen. (Archivbild)
Die Mitglieder der Swiss Retail Federation, zu der etwa Orell Füssli gehört, sind im ersten Halbjahr leicht gewachsen. (Archivbild) - KEYSTONE/URS FLUEELER

Der Schweizer Detailhandel hat im ersten Halbjahr 2026 leicht zugelegt. Während der Onlinehandel weiter kräftig wuchs, kämpften Kleider-, Möbel- und andere Non-Food-Geschäfte erneut mit sinkenden Umsätzen. Die Branche fordert deshalb politische Entlastungen – darunter flexiblere Ladenöffnungszeiten am Abend und Wochenende.

Der nominale Umsatz des Detailhandels stieg im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode um 1,2 Prozent, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Auswertung von Debit- und Kreditkartentransaktionen durch den Branchenverband Swiss Retail Federation hervorgeht. Der Onlinehandel legte dabei um 3,0 Prozent zu. Der stationäre Handel wuchs lediglich um 1,0 Prozent.

Das Wachstum beim stationären Handel war vor allem dem Lebensmittelbereich zu verdanken. Dort legten die Umsätze um 3,8 Prozent zu. Der Bereich profitierte vom andauernden Bevölkerungswachstum und dem wachsenden Grundbedarf.

Im stationären Non-Food-Handel dagegen hält die Krise an, und es resultierte ein Umsatzrückgang von 3,3 Prozent. Besonders betroffen waren die Bereiche Textilien und Schuhe, Möbel und Haushalt, Do-it-yourself sowie Freizeit und Spielwaren.

Die Entwicklung zeige, dass sich Online- und stationärer Handel zunehmend auseinanderentwickelten, erklärte der Verband. Während der digitale Vertrieb weiter Marktanteile gewinne, steige der Druck auf klassische Verkaufsflächen.

Die Swiss Retail Federation, die 2300 Detailhändler ohne die Grossverteiler vertritt, verlangt deshalb bessere Rahmenbedingungen für den stationären Handel. Dazu gehören liberalere Ladenöffnungszeiten, einfachere Bewilligungsverfahren sowie bessere Zufahrts- und Parkierungsmöglichkeiten. Zudem spricht sich der Verband gegen zusätzliche regulatorische und finanzielle Belastungen für den Detailhandel durch höhere Mehrwertsteuersätze oder zusätzliche Lohnabgaben aus.

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Kommentare

User #4068 (nicht angemeldet)

Liberale Ladenöffnungszeiten? NEIN DANKE!! Vom Stimmbürger in etlichen kantonalen und nationalen Abstimmungen bestätigt! Verdrängt würden dadurch eh nur die kleinen Lädeli, die nicht ein Personalüberschuss haben und sich leere Läden leisten könnten.

User #5793 (nicht angemeldet)

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