Angesichts der rasant steigenden Preise in den USA rechnen Ökonomen verstärkt mit einer Zinserhöhung im kommenden Jahr. Die 42 von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Experten rechnen im Mittel für Ende 2022 mit einen ersten Schritt nach oben.
US-Justiz
Die US-Justiz hat Anklage gegen sechs Banker aus dem Umfeld der Zürcher Privatbank Ihag erhoben. Sie sollen US-Kunden geholfen haben, Steuern in Höhe von mehr als 60 Millionen Dollar zu hinterziehen. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Demnach würde der Leitzins dann um einen Viertelpunkt auf die Spanne von 0,25 bis 0,50 Prozent angehoben werden.

Danach werden weitere Schritte nach oben im ersten Halbjahr 2023 erwartet. Ende 2023 soll das Zinsniveau dann in einem Korridor von 1,25 bis 1,5 Prozent liegen. Die meisten Teilnehmer der am Freitag veröffentlichte Umfrage raten der US-Notenbank Fed zugleich, wegen der Inflationsgefahr die Zinserhöhung früher anzugehen - bis Ende September 2022.

Zuletzt hatte es auch im Führungskreis der Fed vereinzelte Stimmen gegeben, die eine frühe Straffung der Geldpolitik für möglich hielten. So hat der Chef des Notenbankbezirks Atlanta, Raphael Bostic, erklärt, es könne bereits gegen Mitte nächsten Jahres in diese Richtung gehen, falls der Arbeitsmarkt bis dahin wieder das Vorkrisenniveau erreicht haben sollte.

Und der Chef der Fed-Filiale Chicago, Charles Evans, sagte, er stehe einer Zinserhöhung im kommenden Jahr nun offener gegenüber als noch vor einem halben Jahr. In den USA ist die Inflationsrate zuletzt auf 6,2 Prozent gestiegen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) riet den US-Währungshütern mit Blick auf die Inflation wachsam zu bleiben. Sie könne sich als «hartnäckiger» erweisen, falls Lieferengpässe anhielten.

Mehr zum Thema:

Arbeitsmarkt Geldpolitik Inflation