Nissan kooperiert in Ghosn Affäre bei Untersuchung von US Aufsicht
Wie Nissan bekannt gegeben hat, kooperiert die Firma «vollumfänglich» mit der US-Börsenaufsicht SEC.

Das Wichtigste in Kürze
- Nissan kooperiert bei der Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC.
- Es wird geprüft, ob die Firma ausreichende Kontrollen hat.
Der japanische Autoriese Nissan gerät wegen der Gehaltsaffäre um Ex-Konzernchef Carlos Ghosn auch in den USA ins Visier der Behörden. Ein Nissan-Sprecher bestätigte heute Montag eine Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC in der Angelegenheit. «Wir kooperieren vollumfänglich», hiess es in einem Statement des Unternehmens. Weitere Details könne man derzeit jedoch nicht liefern.
Dem «Wall Street Journal» zufolge ist die Ermittlung noch in einem frühen Stadium. Bislang habe die SEC nur Informationen bei Nissan angefragt, schrieb das Wirtschaftsblatt unter Berufung auf einen Insider. Laut dem Finanzdienst Bloomberg wird unter anderem geprüft, ob Nissan Managergehälter in den USA korrekt offengelegt und ausreichende Kontrollen gegen unangemessene Bezahlung hat.
Der langjährige Nissan-Chef Ghosn war am 19. November in Tokio zusammen mit seiner früheren rechten Hand Greg Kelly wegen Verstosses gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, zu niedrige Einkommen angegeben zu haben. Zudem soll Ghosn laut der Staatsanwaltschaft in Tokio private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben.











