Nissan

    Nissan investiert mehr als halbe Milliarde in Renaults E-Autosparte

    Keystone-SDA
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    Japan,

    Der japanische Autobauer Nissan steigt beim Partner Renault mit bis zu 600 Millionen Euro (572 Millionen Franken) in dessen Elektroautosparte Ampere ein.

    Nissan leaf
    Nissan-Zentrale in Yokohama. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nissan steigt beim Partner Renault mit bis zu 600 Millionen Euro ein.
    • Die Zusammenarbeit bezieht sich auf die Elektroautosparte Ampere.

    Der japanische Autobauer Nissan steigt beim Partner Renault mit bis zu 600 Millionen Euro in dessen Elektroautosparte Ampere ein. Die beiden Konzerne zurrten eine Vorvereinbarung zum Investment der Japaner fest, wie sie am Mittwoch in Paris und Yokohama mitteilten. Der Einstieg von Nissan in das geplante Elektroauto- und Softwaregeschäft von Renault ist Teil der Reduzierung der Überkreuzbeteiligung der Allianzpartner.

    Renault kappt seine direkte Beteiligung an Nissan von 43 auf 15 Prozent. Der Anteil, den auch die Japaner an den Franzosen besitzen. Der Rest der Anteile von Renault an Nissan soll in eine französische Treuhandgesellschaft übertragen werden.

    Börsengang soll 2024 erfolgen

    Dividenden und mögliche Erlöse aus Aktienverkäufen kommen aber weiter Renault zugute. Abgeschlossen werden soll der Deal im vierten Quartal.

    Ampere soll von Renault künftig in Teilen an die Börse gebracht werden. Im Juni haben die Franzosen diesen Schritt aber zunächst verschoben. Renault-Finanzchef Thierry Pieton sagte, ein Börsengang könne nun im ersten Halbjahr 2024 geschehen.

    Streit zwischen Renault und Nissan

    Renault und Nissan hatten sich in den vergangenen Jahren oft zerstritten. Vor allem die Affäre um den ehemals in beiden Konzernen mächtigen Automanager Carlos Ghosn sorgte für Zwist. Ghosn wird in Japan unter anderem der Verstoss gegen Börsenauflagen vorgeworfen. Auch die französische Justiz erliess vor einem Jahr einen Haftbefehl.

    Ghosn hat unter anderem die libanesische Staatsbürgerschaft und war nach Beirut geflohen. Vor einem Monat wurde bekannt, dass er seinerseits im Libanon Nissan auf Schadenersatz verklagt. Ghosn hat die Vorwürfe gegen ihn in Japan mehrfach zurückgewiesen, den französischen Behörden warf er Justizhetze vor.

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