Nestlé-Waters-Konkurrent hält an Milliarden-Forderung fest

Keystone-SDA
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Frankreich,

Der Wasserabfüller Bonneval Waters sieht sich von Nestlé Waters weiterhin ungerecht behandelt. Der Konkurrent ist der Ansicht, dass Nestlé gegen die Vorschriften für natürliches Mineralwasser verstossen hat. Der Firmenchef verlangt daher Schadensersatz.

Bonneval Waters
Bonneval Waters - keystone

«Wir fordern eine Entschädigung in Höhe von 1,6 Milliarden Euro», sagte David Merle, CEO und Mitgründer von Bonneval Waters, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Er hoffe, dass bald eine mündliche Verhandlung vor Gericht stattfinde.

Die Klage wegen unlauteren Wettbewerbs wurde bereits im Dezember 2025 eingereicht. Nestlé Waters erklärte damals, man habe davon Kenntnis genommen, halte die Vorwürfe jedoch für «völlig unbegründet» und werde seine Position «energisch verteidigen».

Neben Schadenersatz verlangt Bonneval auch ein Ende der Vermarktung der in Frankreich produzierten Mineralwasser sowie den Rückruf aller Produkte, die als «natürliches Mineralwasser» gekennzeichnet sind. Für jeden Tag Verzögerung fordert das Unternehmen eine Strafzahlung von einer Million Euro.

Bonneval Waters hat laut dem CEO bereits bei diversen lokalen Departements Beschwerden eingereicht, da Nestlé trotz Mikrofiltersystem weiterhin das Label «natürliches Mineralwasser» benutzen darf. Laut dem Konkurrenten muss Mineralwasser am Ursprung aber rein sein. «Wenn Wasser durch Behandlung trinkbar gemacht wird, dann ist es aus unserer Sicht kein Mineralwasser mehr, sondern Leitungswasser in Flaschen», so Merle.

Nestlé Waters steht seit Anfang 2024 in der Kritik, als der Konzern eingeräumt hatte, in der Vergangenheit verbotene Verfahren wie Aktivkohle- und UV-Behandlungen bei seinen Mineralwässern eingesetzt zu haben. Dadurch habe Nestlé Waters unlauteren Wettbewerb betrieben und Marktanteile zulasten von Bonneval gewonnen, argumentiert der Kläger.

Merle will daher nun «den Platz einnehmen, der mir weggenommen wurde». Das Wasser von Bonneval sei rein und fliesse aus einer Quelle an die Oberfläche, also nicht aus Bohrungen wie bei anderen Marken.

«Was hier passiert ist, ist ein riesiger Skandal im Konsumbereich», so der CEO. Die Konsumentinnen und Konsumenten seien getäuscht worden und hätten Wasserflaschen gekauft, die nicht dem Etikett entsprochen hätten. Ausserdem seien diese «150-mal so teuer» gewesen wie Leitungswasser.

Bonneval Waters will mit 55 Mitarbeitenden in diesem Jahr einen Umsatz von rund 10 Millionen Euro erzielen, während Nestlé Waters im Jahr 2025 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Franken verbucht hat.

Kommentare

User #2553 (nicht angemeldet)

Wasser ist ein Grundrecht und gehört Allen. Wenn auf eigenen Grundstück gefördert - dann Ja . Aber ansonsten gehört es Allen vor allem den Landwirten und Einwohner in der Umgebung des Brunnen die stehen an erster Stelle.

User #5705 (nicht angemeldet)

Die hoffen auf eine fette Zahlung. Das ist der wirkliche Grund

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