Nestlé erwartet Erholung von Babynahrungs-Geschäft bis Ende Jahr
Der weltweite Rückruf von Babynahrung wegen möglicher Vergiftung mit Cereulid hat das Wachstum von Nestlé im ersten Quartal 2026 belastet, doch der Konzern rechnet mit einer vollständigen Erholung des entsprechenden Geschäfts. Der Effekt habe das organische Wachstum um rund 0,9 Prozentpunkte gedrückt, teilte Nestlé am Donnerstag mit.

Die Verkäufe von Babynahrung lägen aktuell rund zehn Prozent unter dem Normalniveau, was vor allem auf eine verhaltene Nachfrage zurückzuführen sei, heisst es in einem Redemanuskript von Finanzchefin Anna Manz. Gleichzeitig gebe es erste Anzeichen einer Erholung, da kontinuierlich neue Kunden hinzukämen. Eine vollständige Erholung erwartet der Konzern bis Ende 2026.
Der Rückruf in gegen 60 Ländern erfolgte ab Dezember 2025 vorsorglich, nachdem das Bakteriengift Cereulid in einer Zutat eines chinesischen Zulieferers entdeckt worden war. Ein Teil der Einbussen sei direkt auf Rücksendungen und vorübergehende Lieferengpässe zurückzuführen gewesen, so Nestlé. Der andere Teil gehe auf eine schwächere Nachfrage der Konsumenten zurück.
Operativ führte der Rückruf zu vorübergehenden Engpässen im Handel, die inzwischen behoben seien. Die Produktverfügbarkeit sei wieder normal. Nestlé habe zudem intensiv mit Fachpersonal, Händlern und Konsumenten gearbeitet, um das Vertrauen in die Marken wiederherzustellen.
Beim Geschäft mit Säuglingsnahrung kam es konzernweit als einzige Kategorie zu einem negativen Mengenwachstum. Insgesamt ging die verkaufte Menge in der Sparte Ernährung um 3,5 Prozent zurück, was laut Mitteilung vor allem auf die Babynahrung zurückzuführen ist. In Regionen wie China, dem Nahen Osten und Europa belastete der Rückruf die Entwicklung zusätzlich.














