Nestlé-CEO: Wollen mit Volumen wachsen statt mit Preiserhöhungen

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ist im Umbruch und will in Zukunft weiter an Grösse gewinnen. «Wir wollen die Volumen in den von uns als wichtig definierten Bereichen organisch voranbringen», bekräftigte Nestlé-Chef Philipp Navratil am Freitag am Swiss Economic Forum (SEF) an einem Podiumsgespräch.

Philipp Navratil
Nestlé-Chef Philipp Navratil. - keystone

«Wir werden mit dem Wachstum Marktanteile gewinnen und Unternehmenswert schaffen», so Navratil weiter. Als Basis für künftiges Wachstum sieht er weitere Investitionen in Innovationen und neue Produkte. «Und dazu müssen wir nahe an den Kunden sein.» Im Marketing gebe es noch Verbesserungspotenzial.

«Was wir aber nicht tun wollen, ist, über die Erhöhung der Preise zu wachsen», fuhr Navratil fort. Preiserhöhungen seien das letzte Mittel in den Überlegungen bei Nestlé, da damit die Gefahr verbunden sei, Kunden zu verlieren. Dazu hatte der Konzern in der Vergangenheit schmerzhafte Erfahrungen gemacht und musste bei gewissen Produkten die Preise nachträglich wieder senken.

Mit Blick auf die Resultate sieht Navratil, der den CEO-Posten vergangenen September übernommen hat, den global tätigen Konzern auf Kurs. «Wir sind relativ gut ins Jahr 2026 gestartet. Nun müssen wir weiter konstant liefern.»

Negativschlagzeilen machten Nestlé und andere Säuglingsnahrungs-Hersteller jüngst mit Babymilchpulver, das mit einem Giftstoff kontaminiert war. «Solche Krisen sollten nie geschehen. Wir stehen bei Nestlé für Qualität und Sicherheit», sagte Navratil. Er wies zugleich die Kritik zurück, in diesem Fall zu lasch gehandelt zu haben. «Wir waren die Ersten, die jene Produkte aus den Regalen genommen haben und nach Lösung der Probleme wieder anbieten konnten.»

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