Im ersten Halbjahr hat Nestlé seine Preise deutlich angehoben. Kunden kauften die Produkte trotzdem und spülten dem Konzern 8,1 Prozent Gewinn in die Kassen.
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Nestlé verzeichnet aufgrund von Preiserhöhungen ein deutliches Wachstum. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Obwohl die Preise erhöht wurden, kauften Konsumenten unbeirrt Nestlé-Produkte.
  • Das brachte dem Konzern ein Wachstum von 8,1 Prozent.
  • Nestlé hat so genau gleich viel zulegte wie Konkurrent Unilever.

Der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller Nestlé hat im ersten Halbjahr 2022 die Verkaufspreise deutlich angehoben. Dennoch griffen die Kunden weiterhin beherzt bei Produkten wie Nespresso-Kapseln, Purina-Katzenfutter oder San-Pellegrino-Wasser zu. Dadurch gelang Nestlé ein organisches Wachstum von 8,1 Prozent, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

6,5 Prozent waren dabei auf die Weitergabe der steigenden Kosten an die Kunden zurückzuführen. Die restlichen 1,7 Prozent entfallen auf das sogenannte interne Realwachstum, also die Verkaufsmenge.

Nestlé übertrifft Schätzungen von Analysten

Damit hat der Schweizer Konzern genau gleich stark zugelegt wie der Konkurrent Unilever. Dieser hatte am Dienstag mit einem stärkeren Wachstum als erwartet überrascht. Auch Nestlé übertrifft die Schätzungen der Analysten gemäss AWP Konsens. Diese hatte ein organisches Wachstum von 7,5 Prozent erwartet.

Der operative Gewinn stieg ebenfalls stärker als erwartet auf 7,7 Milliarden, konnte aber mit dem Umsatzwachstum nicht ganz Schritt halten. So nahm die EBIT-Marge als Indikator für die Profitabilität um 0,8 Prozentpunkte auf 16,6 Prozent ab.

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Der CEO von Nestlé Mark Schneider - keystone

Deshalb hat das Unternehmen nun auch seine Schätzungen für die EBIT-Marge etwas gesenkt. Neu soll sie für das Gesamtjahr bei 17 Prozent zu liegen kommen. Zuvor war Nestlé noch von einer EBIT-Marge zwischen 17,0 und 17,5 Prozent ausgegangen.

Für das Umsatzwachstum ist der Nestlé-Konzern jedoch inzwischen sogar optimistischer geworden. Neu erwartet der Konzern 6-8 Prozent Wachstum.

Unter dem Strich blieb ein um 11,7 Prozent tieferer Halbjahresgewinn als im Vorjahr. Dieser lag bei 5,2 Milliarden Franken.

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