Nestlé baut Konzern weiter um

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Vevey,

Nestlé ist zuletzt beim laufenden Konzernumbau einen grossen Schritt weitergekommen: Mit dem nordamerikanischen Wassergeschäft trennt sich Nestlé von einem gewichtigen Bremsklotz. Auch 2021 soll der Umbau weitergehen.

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Das Logo von Nestlé. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nestlé-Chef Mark Schneider zeigte sich an einer Telefonkonferenz vom Donnerstag zufrieden mit den Fortschritten der Zu- und Verkäufe.

Vor einem Jahr hatte er erklärt, er sei noch nicht glücklich damit, dass es mehr Verkäufe als Übernahmen gegeben habe. Nestlé wolle dies besser ausbalancieren. Nun sei er deutlich glücklicher mit der Aktivität 2020, sagte Schneider. Man habe auch eine Pipeline an weiteren Projekten.

Seit 2017 hat Nestlé Unternehmensteile von rund 18 Prozent des damaligen Umsatzes ausgetauscht. Allein im vergangenen Jahr hat Nestlé Zukäufe und Veräusserungen mit einem Gesamtwert von 8,4 Milliarden Franken abgeschlossen. Zugekauft hat der Konzern etwa den Premium-Tierfutteranbieter Lily's Kitchen, sowie die Mahlzeitenlieferdienste Freshly in den USA und eine Mehrheitsbeteiligung an Mindful Chef in Grossbritannien.

Abgestossen hat Nestlé derweil unter anderem das US-Glacégeschäft, Herta Charcuterie oder das chinesische Yinlu-Geschäft mit Erdnussmilch- und Reisporridge-Konserven in China. Am (gestrigen) Mittwoch vermeldete der Konzern zudem, einen Käufer für das nordamerikanische Wassergeschäft gefunden zu haben. Es geht für 4,3 Milliarden Dollar an die US-Finanzinvestoren One Rock Capital Partners und Metropoulos & Co.

Damit fällt für Nestlé ein Umsatz von rund 3,4 Milliarden (Stand 2019) weg. Nachdem Nestlé bereits 2020 deutlich geschrumpft ist, könnte der Konzern daher auch 2020 nochmal an Masse verlieren - sofern keine grösseren Zukäufe die wegfallenden Umsätze ausgleichen.

Umgekehrt dürfte damit ein gewichtiger Bremsklotz für Wachstum und Profitabilität wegfallen: 2020 schrumpfte das ganze Wassergeschäft organisch um 7,0 Prozent. Es ist stark von den von der Pandemie beeinträchtigten Ausserhaus-Kanälen wie Restaurants und Hotels abhängig. Schon zuvor hinkte es bezüglich Wachstum hinterher. Und auch die Profitabilität lag 2020 mit 10,0 Prozent deutlich unter dem Gruppenwert von 17,7 Prozent.

Einen Teil des Wassergeschäfts behält Nestlé aber: Nämlich die internationalen Premiummarken wie S.Pellegrino oder Perrier. Dabei setzt der Konzern insbesondere auch auf funktionales und lokales Wasser. Das gesamte Wassergeschäft setzte 2020 6,4 Milliarden Franken um.

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