Microsoft will bezahlte Elternzeit bei seinen Zulieferern in den USA

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    USA,

    Der Technologiekonzern Microsoft will seine US-Zulieferer dazu verpflichten, ihren Angestellten mindestens zwölf Wochen bezahlte Elternzeit zu geben.

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    Das Logo von Microsoft an einem seiner Firmengebäude. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Microsoft will seine US-Zulieferer zu mindestens zwölf Wochen Elternzeit verpflichten.
    • Grössere Firmen müssten so bis zu 968 Franken pro Woche an ein Elternteil zahlen.

    Bald soll für US-Firmen mit mindestens 50 Beschäftigten, die «substanzielle» Arbeit für den Technologiekonzern Microsoft ausübten, eine Verpflichtung zur bezahlten Elternzeit gelten, erklärte die Leiterin der Rechtsabteilung, Dev Stahlkopf. Die Angestellten dieser Firmen sollen demnach bei Geburt oder Adoption eines Kindes bis zu 968 Franken pro Woche für mindestens zwölf Wochen erhalten.

    «Wir beobachten seit langem, dass die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Vielfältigkeit unserer Beschäftigten zum Erfolg von Microsoft beitragen», schrieb Stahlkopf in einem Blogbeitrag vom Donnerstag zur Begründung. Das Unternehmen bietet seinen eigenen Beschäftigten ebenfalls eine Reihe von Urlaubs- und Elternzeitregelungen an, die über das normale Mass in den USA hinausgehen. Vor drei Jahren verlangte das Unternehmen schon von seinen grossen Zulieferern, den Beschäftigten mindestens 15 Tage bezahlten Urlaub zu geben.

    USA sieht dreimonatige Elternzeit unbezahlt vor

    Landesweit ist in den USA nur eine unbezahlte dreimonatige Elternzeit für Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten vorgesehen. Microsoft zitiert Zahlen, wonach nur 13 Prozent der Angestellten im Privatsektor in den USA die Möglichkeit haben, in bezahlte Elternzeit zu gehen. Derzeit finde aber eine «nationale Debatte» darüber statt, der sich Microsoft anschliesse. So will zum Beispiel der Staat Washington im Jahr 2020 per Gesetz bezahlte Elternzeit ermöglichen.

    Melinda Gates, die Frau des Microsoft-Mitbegründers Bill Gates, begrüsste die Pläne. Letztlich profitiere «jeder» davon, wenn Angestellte Zeit für die Sorge ihrer Familie bekämen: «ihre Kinder, ihre Unternehmen und ihre Gemeinden», schrieb sie auf Twitter. Die USA sind das einzige Land der 41 Mitgliedsländer der OECD, wo es keinen gesetzlich geregelten bezahlten Elternurlaub gibt.

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