Der im Golf von Biskaya gesunkene italienische Frachter «Grande America» hat mehr als tausend Tonnen Gefahrgut an Bord.
Ein Spezialschiff mit einer Ölsperre im Golf von Biskaya
Ein Spezialschiff mit einer Ölsperre im Golf von Biskaya - MARINE NATIONALE/AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Umweltschützer zeigen Reederei und Kapitän von italienischem Frachter an.

Darunter sind 720 Tonnen Salzsäure und 25 Tonnen Fungizide sowie Chemikalien unter anderem für die Lederindustrie, wie die Meerespräfektur im französischen Brest am Donnerstagabend mitteilte.

Darüber hinaus hat der Frachter 2200 Tonnen Schweröl geladen sowie 190 Tonnen Schiffsdiesel und 70.000 Liter Öl. Des Weiteren befinden sich in dem gesunkenen Schiff 2100 Fahrzeuge, 24 Container voll Stahl sowie 18 Tonnen Düngemittel sowie Reifen und Schmierstoffe.

Die französische Umweltschutzorganisation Robin des Bois (Robin Wood) erklärte, es sei «das erste Mal in der Geschichte von Schiffsunglücken, dass ein so detailliertes Inventar vorgelegt» worden sei. Sie bezeichnete auch die als «nicht gefährlich» eingestuften Güter wie die Fahrzeuge und das Düngemittel als «beunruhigend». Robin Wood hat die italienische Reederei Grimaldi angezeigt sowie den Kapitän des Frachters.

Die Behörden kämpfen unterdessen weiter mit schwimmenden Barrieren und Spezialschiffen gegen die befürchtete Ölverschmutzung an der französischen Atlantikküste. Frühestens kommende Woche soll das ausgetretene Öl an der Westküste eintreffen

Die «Grande America» war vor zehn Tagen gut 300 Kilometer westlich von La Rochelle nach einem Brand gesunken. Alle 27 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.

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