Der Fashion-Markt in der Schweiz hat sich im vergangenen Jahr trotz des erneuten Lockdowns zu Beginn des Jahres gegenüber dem Pandemie-Jahr 2020 erholt. Insgesamt wurden in der Schweiz Kleider für 7,4 Milliarden Franken verkauft, wie das Marktforschungsinstitut GFK am Mittwoch mitteilte.
Detailhandel Coronavirus
Zahlreiche Hemden in einem Kleiderladen. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Gegenüber 2020 entspricht dies einem Plus von knapp 8 Prozent, das Umsatzniveau von vor der Pandemie wurde allerdings noch nicht wieder erreicht.

Laut GFK ist dies die erste Zunahme im Modemarkt seit langem und vor allem dem starken Einbruch im Jahr 2020 geschuldet. Denn insgesamt sei der Markt seit längerem rückläufig. Die Erholung sei zudem nur mässig, da die Arbeit von zu Hause aus und die zahlreich ausgefallenen saisonalen Veranstaltungen das Einkaufsverhalten negativ beeinflusst hätten.

Drei Viertel der Kleider werden von Frauen gekauft, mit dem restlichen Viertel kleiden sich Männer und Kinder ein. Das stärkste Wachstum im vergangenen Jahr verzeichnete allerdings der Sektor Herren. Zugelegt hat erstmals seit Jahren auch wieder das stationäre Geschäft, also der physische Einkauf im Laden. Über Online-Kanäle wurden 2021 rund 30 Prozent der Kleider abgesetzt.

Gewachsen ist gemäss der GFK-Erhebung auch der Home & Living Markt, welcher die Sektoren Möbel, Einrichtung, Heimtextilien, Haushalt und Dekoration umfasst. Dieses Geschäft wuchs 2021 um 2 Prozent auf knapp 5,6 Milliarden Franken. Die Schweizer gaben dafür aber bereits 2020 eine Menge Geld aus. Mit über 40 Prozent entfiel 2021 der grösste Umsatzanteil auf den Sektor Möbel.

GFK geht davon aus, dass sowohl der Fashion- als auch der Home & Living-Markt gut ins Jahr 2022 gestartet sind, da die Geschäfte im Vorjahr in den Monaten Januar und Februar teilweise noch geschlossen waren.

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