Mark Branson will als Bafin-Chef härter durchgreifen

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    Bern,

    Der neue Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Mark Branson, stellt bei der Beaufsichtigung von Finanzkonzernen eine härtere Gangart in Aussicht. Zudem fordert er für Grossbanken harte Kapitalvorgaben.

    Mark Branson will als neuer Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin härter durchgreifen. Der frühere Finma-Chef plädierte in einem Interview auch für harte Kapitalvorgaben für Grossbanken.(Archivbild)
    Mark Branson will als neuer Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin härter durchgreifen. Der frühere Finma-Chef plädierte in einem Interview auch für harte Kapitalvorgaben für Grossbanken.(Archivbild) - sda - KEYSTONE/PETER KLAUNZER

    «Die Bafin muss den Mut haben, unangenehme Entscheidungen zu treffen, auch wenn wir keine perfekte Informationslage haben und wenn damit gewisse Risiken verbunden sind», sagte Branson dem «Handelsblatt» (Freitagausgabe).

    Der ehemalige Chef der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) hatte im August seinen neuen Job bei der deutschen Behörde angetreten. Sein Vorgänger Felix Hufeld war über den Bilanzskandal beim Zahlungsanbieter Wirecard gestolpert.

    Der neue Bafin-Chef hat nun unter anderem mehr Kompetenzen bei Organisation und Leitung erhalten. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte nach der Entlassung von Hufeld eine Neuaufstellung der Behörde und eine Stärkung des Präsidentenamts angekündigt.

    Branson will, dass die Bafin unter seiner Führung noch aktiver bei Missständen einschreitet. «Wir brauchen die Bereitschaft, auch mal Grenzen auszutesten», sagte er dem «Handelsblatt». «Wenn es einen Missstand gibt, müssen wir etwas tun, auch wenn dieser Sachverhalt im Gesetz nicht ganz eindeutig geregelt ist.»

    Branson plädierte zudem für harte Kapitalvorgaben für Grossbanken. «Institute, die auf den internationalen Kapitalmärkten aktiv sind, brauchen eine besonders dicke Kapitaldecke,» begründete er.

    Noch stärker in den Blick will Branson künftig die Geldwäscheprävention nehmen. «Es ist nicht akzeptabel, dass die eigenen Geldwäscheprobleme von anderen, zum Beispiel den Amerikanern, gelöst werden», sagte er. In dem Bereich soll die Behörde auch mehr Personal erhalten.

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