Beim Medienkonzern Bertelsmann übergibt Liz Mohn an ihrem 80. Geburtstag den Staffelstab an ihren Sohn Christoph. Dieser übernimmt am 21. Juni von der Witwe des Firmen-Patriarchen Reinard Mohn die Funktion des Familiensprechers und den Vorsitz im wichtigen Lenkungsausschuss der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH (BVG), wie das Unternehmen aus Gütersloh am Freitag mitteilte.
Bertelsmann Liz Mohn
07.06.2018, Nordrhein-Westfalen, Gütersloh: Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck erhält den Reinhard-Mohn-Preis aus den Händen von Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der Bertelsmann Stiftung. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Zuvor hatte der «Spiegel» darüber berichtet.

Liz Mohn hatte dieses einflussreiche Amt, das faktisch ein Vetorecht für alle wichtigen Entscheidungen hat, 2002 übernommen. Der Konzern sprach von einem «wohlgeordneten Übergang von der fünften auf die sechste Generation».

Die BVG soll zum einen die Kontinuität der Unternehmensführung von Bertelsmann wahren und zum anderen die Aktionärsinteressen der gemeinnützigen Bertelsmann Stiftung und der Familie Mohn. Die BVG kontrolliert 100 Prozent der Stimmrechte in der Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA.

Der 55-jährige Christoph Mohn ist seit 2013 Aufsichtsratschef von Bertelsmann. Seine Mutter Liz bleibt Mitglied im Lenkungsausschuss der BVG und im Aufsichtsrat. Sie ist seit 2005 auch stellvertretende Chefin der Bertelsmann Stiftung. Reinhard Mohn war 2009 gestorben und wäre am 29. Juni 2021 100 Jahre alt geworden.

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