Lindt & Sprüngli spart bei Mitarbeiteranlässen
Lindt & Sprüngli verschärft wegen hoher Kakaopreise den Sparkurs. Auch das Skiwochenende für Mitarbeitende fällt 2026 aus.

Lindt & Sprüngli verschärft angesichts hoher Kakaopreise seinen Sparkurs. Davon betroffen sind auch interne Mitarbeiteranlässe, wie die «Cash» berichtet.
Das traditionelle Skiwochenende in Grindelwald wird 2026 einmalig ausgesetzt. Eine Sprecherin des Konzerns bestätigte dies gegenüber der Nachrichtenagentur «AWP».
Möglicherweise fällt zudem die Weihnachtsfeier in diesem Jahr aus. Die «Plattform J» verweist dabei auf Informationen des Finanzportals «Inside Paradeplatz», eine Bestätigung des Unternehmens liegt nicht vor.
Zurückhaltung bei Neueinstellungen
Auch bei der Personalplanung bleibt Lindt & Sprüngli zurückhaltend. Betriebsbedingte Kündigungen seien derzeit nicht geplant, erklärte eine Unternehmenssprecherin laut der «Cash».
Bei Neuanstellungen sei der Konzern bereits seit längerer Zeit sehr restriktiv. Zunächst würden mögliche Alternativen zu einer zusätzlichen Stelle geprüft, berichtet die «Plattform J».
Hintergrund der Sparmassnahmen sind die seit Ende 2023 stark gestiegenen Kakaopreise. Lindt & Sprüngli setzt deshalb verschiedene Effizienz- und Kostensparprogramme um, um Preiserhöhungen möglichst zu begrenzen.
Höhere Preise belasten Absatz
Die höheren Kosten spiegeln sich auch in den Halbjahreszahlen von 2026 wider. Lindt & Sprüngli erhöhte die Preise konzernweit um 11,8 Prozent, wie die Halbjahreszahlen des Konzerns zeigen.
Gleichzeitig gingen Volumen und Mix um 7,5 Prozent zurück. Der organische Umsatz stieg dennoch um 4,3 Prozent auf 2,33 Mrd. Franken, während das EBIT CHF 260,2 Mio. erreichte.
Die höheren Produktpreise belasteten laut der «Plattform J» die Verkäufe. Der Konzern hatte in den ersten sechs Monaten insbesondere bei den Absatzmengen Einbussen verzeichnet.
Lindt & Sprüngli: Jahresausblick bleibt bestätigt
Trotz der rückläufigen Mengen bestätigte Lindt & Sprüngli im Juli seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2026. Der Konzern erwartet weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 6 Prozent.
Für die zweite Jahreshälfte kündigte das Unternehmen gezielte Massnahmen zur Stabilisierung der Volumen an. Dazu gehören weitere Effizienzsteigerungen und eine konsequente Kostendisziplin.

Wie die «Ad-hoc-News» schreibt, steht der Konzern zugleich wegen der höheren Rohstoffkosten und der belasteten Absatzmengen unter Druck. Angaben zum gesamten Einsparvolumen oder zu weiteren betroffenen Bereichen machte Lindt & Sprüngli bislang nicht.












