Landesindex der Konsumentenpreise: So schaut der Warenkorb neu aus

Keystone-SDA
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Zürich,

Das Bundesamt für Statistik hat am Freitag den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) mit einem neu eingeführten Warenkorb publiziert. Der LIK misst die Preisentwicklung für Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte in der Schweiz konsumieren, und gilt als zentraler Indikator für die Inflation.

Konsumentenpreise Inflation Teuerung
Das Bundesamt für Statistik hat am Freitag den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) mit einem neu eingeführten Warenkorb publiziert. (Symbolbild). - keystone

Die Preise der im Warenkorb des LIK enthaltenen Güter werden jährlich neu gewichtet, um Veränderungen in den Ausgaben der Haushalte zu berücksichtigen. Die grundlegende Zusammensetzung des Warenkorbs hingegen wird nur alle paar Jahre überarbeitet, das geschah letztmals im Jahr 2020.

Damit passen die Statistiker den Index an aktuelle Konsumgewohnheiten und Marktveränderungen an. Neue Produkte, veränderte Präferenzen oder technologische Entwicklungen können dazu führen, dass bisherige Gütergruppen reduziert und andere stärker gewichtet werden. So bleibt der Index ein realistisches Abbild der Lebenshaltungskosten.

Die Anpassung stellt also sicher, dass der LIK die Inflation realistisch abbildet. Ohne solche Updates könnten einzelne Produkte über- oder unterrepräsentiert sein, was die Aussagekraft des Index verzerren würde.

Der aktualisierte Warenkorb des LIK erfasst seit Anfang 2026 zudem diverse neue Produkte. Laut BFS sind dies Milch auf pflanzlicher Basis, E-Scooter, Elektrizität von öffentlichen Ladestationen und Wohnmobile, ebenso wie Bestattungsdienste, Liefergebühren und die stationäre Langzeitpflege in Pflegeheimen.

Zudem werden neu Ausgaben für private Versicherungen und Finanzdienstleistungen in einer eigenen Gruppe zusammengefasst. Damit umfasse der Warenkorb neu dreizehn anstatt zwölf Hauptgruppen.

Innerhalb dieser Hauptgruppen gab es ebenfalls Verschiebungen. Die Auffälligste ist das Gewicht von «Gesundheit», das deutlich von 15,6 auf 17,4 Prozent steigt. Das liege an der neu erfassten stationären Langzeitpflege in Pflegeheimen. Die Gewichtung von «Wohnen und Energie» sinkt hingegen von 27,0 auf 25,6 Prozent.

Kommentare

User #5443 (nicht angemeldet)

Toll wenn immer die gleichen Waren im Korb fehlen. Alles andere wird über der Grenze eingekauft. Dank der achso freie Marktwirtschaft.

User #2678 (nicht angemeldet)

man könnte die Inflation noch weiter bekämfen, mit weiter unnötigen Werte in der Berechnung

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sdf
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