Kushner verlässt Warner-Bieterkampf

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    USA,

    Der Übernahmekampf um den Hollywood-Konzern Warner Brothers schlägt weiter hohe Wellen. Trump Schwiegersohn Jared Kushner hat sich nun zurückgezogen.

    Kushner Warner
    Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner hat sich aus dem Bieterkampf um Warner zurückgezogen. (Archivbild) - Keystone

    Der Mediengigant Warner steht im Zentrum eines historischen Machtkampfs um die Vormacht in Hollywood. Nun verändert der Rückzug von Jared Kushners Affinity Partners verändert die Dynamik spürbar, so «Bloomberg».

    Die Private-Equity-Firma des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump hatte Paramounts feindliches Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery mitfinanziert. Laut «Reuters» sah die Offerte 30 Dollar je Aktie vor, insgesamt 108,4 Milliarden Dollar Transaktionswert.

    Besorgt dich der mögliche Einfluss der US-Präsidentenfamilie auf Medien und Wirtschaft?

    Paramounts Vorstand um CEO David Ellison hatte in diesem Kontext die Warner-Führung umgangen und sich direkt an die Aktionäre gewandt. Das Unternehmen argumentiert gemäss «CNN», sein Barangebot biete höhere Sicherheit und einen deutlichen Aufschlag auf die Netflix-Vereinbarung.

    Warner vor Absage an Paramount

    Der Verwaltungsrat von Warner bereitet sich Insidern zufolge darauf vor, den Anteilseignern eine Ablehnung der Paramount-Offerte zu empfehlen. Stattdessen wolle der Konzern an der bestehenden Vereinbarung mit Netflix festhalten, die das Filmstudio, HBO und den Streamingdienst umfasst.

    Warner Logo
    Das Ringen um Warner hat auch eine politische Ebene. (Symbolbild) - Keystone

    Paramount hebt laut «Variety» in Unterlagen für Anleger mögliche Synergien von mehr als 6 Milliarden Dollar hervor. Zugleich locke der Konzern mit einer Break-up-Fee von 5 Milliarden Dollar, falls der Deal an Aufsichtsbehörden scheitere.

    Kushners Affinity Partners begründet den Rückzug aus dem Deal mit der Präsenz «zweier starker Konkurrenten», wie die «BBC» schreibt. «Bloomberg» wertet das Ausscheiden des Fonds als politischen und finanziellen Rückschlag für Paramounts Strategie, den bereits vereinbarten Netflix-Deal zu durchkreuzen.

    Sorge um Einflussnahme

    Beobachtern zufolge könnte der Verwaltungsrat des Hollywoodgiganten seine Empfehlung an die Aktionäre noch diese Woche veröffentlichen.

    Kushner Trump Hochzeit Warner
    Jared Kushner ist seit 2009 mit Präsidententochter Ivanka verheiratet. Sein Einstieg in den Bieterkampf um Warner sorgte für massive Kritik. (Archivbild) - Keystone

    In den USA hatte die mögliche Einflussnahme der Präsidentenfamilie auf einen milliardenschweren Mediendeal für politische Kontroversen gesorgt. An der Wall Street wird spekuliert, ob der Präsident zugunsten von Paramount in laufende Verhandlungen eingegriffen haben könnte.

    Trump hatte bereits zuvor erklärt, bei Zustandekommen des Netflix-Deals Regulierungsbehörden einschalten zu wollen. Die Fusion bezeichnete er als «problematisch», da sie Netflix eine dominante Marktstellung verschaffen würde.

    Kommentare

    User #2812 (nicht angemeldet)

    Hat der Schwager seinen Geldbeutel nicht geöffnet?

    User #4277 (nicht angemeldet)

    Schrecklich diese Typ*innen rund um Trump.

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