Sheriff: Acht Skifahrer nach Lawine in Kalifornien tot
In den USA starben acht Skifahrer in einer Lawine, sechs wurden gerettet, eine Person wird vermisst. Die Wetterlage ist «extrem gefährlich».

Das Wichtigste in Kürze
- Bei einem Lawinenabgang in Kalifornien starben acht Personen.
- Sechs Skifahrer konnten gerettet werden, einer wird noch vermisst.
Nach einem Lawinenabgang im Skigebiet von Castle Peak im US-Bundesstaat Kalifornien sind acht zuvor vermisste Skifahrer tot gefunden worden. Ein Mensch werde weiterhin vermisst, gelte aber wegen der Wucht des Abgangs und der Wetterlage als wahrscheinlich tot. Dies sagte Sheriff Shannan Moon von den örtlichen Behörden auf einer Pressekonferenz.
Zuvor waren bereits sechs Menschen gerettet worden. Zwei der sechs Geretteten seien in Krankenhäuser gebracht worden, hiess es in einem Facebook-Post des örtlichen Nevada County Sheriff's Office. Eine der Personen hat das Krankenhaus inzwischen bereits verlassen können, wie Sheriff Moon sagte. Die insgesamt 15-köpfige Gruppe bestand den Behörden zufolge aus neun Frauen und sechs Männern, darunter auch Skiführer.

Nach Angaben von Einsatzleiter Captain Russell Greene berichteten die Überlebenden, jemand habe noch «Lawine!» gerufen, dann sei die Gruppe rasant erfasst worden. Die Lawine sei demnach etwa so lang wie ein Footballfeld gewesen – gut 100 Meter. In der Gruppe waren neun Frauen und sechs Männer.
Mehr als 50 Einsatzkräfte seien vor Ort gewesen, hiess es von den Behörden weiter. Wegen der extremen Wetterbedingungen hatte es dem Sheriffbüro zufolge Stunden gedauert, bis die Retter zu den Überlebenden vordringen konnten.
Die Toten konnten bislang nicht geborgen werden – das Gelände sei steil, die Gefahr weiterer Lawinen hoch und der Einsatz für die Rettungskräfte schwierig, hiess es. Die Behörden warnten vor weiteren Ausflügen ins Gebirge. Inzwischen sei knapp ein Meter weitere Schnee gefallen, die Lawinengefahr bleibe deshalb hoch. «Die Natur nimmt keine Rücksicht – egal, wie erfahren oder gut vorbereitet man ist», sagte Sheriff Moon.
Wetterbedingungen «extrem gefährlich»
Der Nationalwald Tahoe liegt in Kalifornien an der Grenze zum US-Bundesstaat Nevada. In ihm befindet sich auch der bei Touristen ebenfalls beliebte Lake Tahoe. Der Lawinenabgang ereignete sich nordwestlich vom Lake Tahoe.
Captain Russell Greene vom Sheriffbüro hatte am Dienstagabend (Ortszeit) im Interview des regionalen Fernsehsenders KCRA 3 gesagt, dass die Sheriffs über den Tourenanbieter und über Notfall-Signalgeräte verständigt worden seien. Dem US-Sender NBC News sagte er, dass die sechs Überlebenden in einem bewaldeten Gebiet in der Nähe des Unglücksortes Zuflucht gesucht hätten. Das Sheriffbüro sei mit ihnen über einen Notfall-Satelliten-Nachrichtendienst in Kontakt gewesen, über den sie Textnachrichten senden konnten.
Die Einsatzkräfte warnten vor Ausflügen in die Gegend. «Die Wetterbedingungen sind weiterhin extrem gefährlich», hiess es mit Verweis auf eine bis Mittwoch geltende Lawinenwarnung. Nach Angaben der Betreiber in dem Skigebiet waren allein in den zurückliegenden 24 Stunden knapp 70 Zentimeter Schnee gefallen.
















